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ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/067

Leich­ter Dämp­fer bei Ar­beits­kräf­te­nach­fra­ge - Volks­wir­te op­ti­mis­tisch

Fach­leu­te sind sich ei­nig: Auf dem deut­schen Ar­beits­markt ste­hen die Zei­chen wie­der auf Auf­schwung. Die sin­ken­de Zahl von of­fe­nen Stel­len im Fe­bru­ar scheint da nicht ganz ins Bild zu pas­sen. Volks­wir­te gro­ßer deut­scher Geld­häu­ser blei­ben den­noch zu­ver­sicht­lich.
Zwei Männchen mit Euro Auf­wärts­trend trotz An­stieg der Ar­beits­lo­sen­zah­len?

27.02.2014. (dpa) - Der Auf­wärts­trend bei der Ar­beits­kräf­te­nach­fra­ge in Deutsch­land ist im Fe­bru­ar ge­stoppt wor­den.

Erst­mals seit No­vem­ber 2013 sei die Zahl der of­fe­nen Stel­len wie­der leicht ge­sun­ken, be­rich­te­te die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) in Nürn­berg bei der Ver­öf­fent­li­chung ih­res Stel­len­in­dex Ba-X am Mitt­woch.

Der In­dex lag im Fe­bru­ar mit 153 Punk­ten um drei Zäh­ler un­ter dem Wert vom Ja­nu­ar. Mit dem BA-X misst die Bun­des­agen­tur mo­nat­lich die Ent­wick­lung auf dem Stel­len­markt.

Der leich­te Rück­gang im Fe­bru­ar soll­te al­ler­dings nicht über­be­wer­tet wer­den, be­ton­te die Bun­des­agen­tur. Im Fe­bru­ar sei die Zähl­pe­ri­ode et­was kür­zer ge­we­sen als im Ja­nu­ar. Da­durch hät­ten die Ar­beits­agen­tu­ren un­ter Um­stän­den we­ni­ger freie Stel­len re­gis­triert als in den vor­an­ge­gan­ge­nen Mo­na­ten. Un­ab­hän­gig von dem ak­tu­el­len Auf­schlag be­we­ge sich die Nach­fra­ge nach qua­li­fi­zier­tem Per­so­nal wei­ter auf ei­nem ho­hen Ni­veau, be­ton­te die BA in ei­ner Mit­tei­lung.

Der­zeit lie­ge in mehr als zwei Drit­tel al­ler Bran­chen der Be­darf an Mit­ar­bei­tern über dem Vor­jah­res­ni­veau, in ei­nem Drit­tel dar­un­ter. "Das Mi­nus wird aber in den meis­ten Bran­chen klei­ner, bei­spiels­wei­se auch in der Zeit­ar­beit", er­läu­ter­te die Bun­des­agen­tur. Den­noch kom­me im­mer noch je­de drit­te bis vier­te ge­mel­de­te freie Stel­le von Leih­ar­beits­un­ter­neh­men.

Auch Volks­wir­te deut­scher Groß­ban­ken blei­ben in Sa­chen Ar­beits­markt op­ti­mis­tisch. Nach über­ra­schend gu­ten Ar­beits­markt­zah­len im Ja­nu­ar hät­ten sich im Fe­bru­ar die Hin­wei­se auf ei­nen Job­auf­schwung wei­ter ver­dich­tet, sag­ten Volks­wir­te deut­scher Groß­ban­ken in ei­ner Um­fra­ge der Nach­rich­ten­agen­tur dpa.

Nach ih­ren Be­rech­nun­gen wa­ren im zu En­de ge­hen­den Mo­nat rund 3,145 Mil­lio­nen Män­ner und Frau­en in Deutsch­land ar­beits­los. Dies wä­ren zwar knapp 10 000 mehr als im Ja­nu­ar, aber rund 10 000 we­ni­ger als vor ei­nem Jahr. In den bei­den Vor­jah­ren war der jah­res­zeit­lich be­ding­te An­stieg deut­lich hö­her auf­ge­fal­len. Oh­ne die Sai­son­ef­fek­te wä­re die Zahl der Er­werbs­lo­sen - so die Ein­schät­zung der Fach­leu­te - ak­tu­ell so­gar um 15 000 ge­sun­ken. Die of­fi­zi­el­len Ar­beits­lo­sen­zah­len für Fe­bru­ar will die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) an die­sem Don­ners­tag be­kannt­ge­ben.

Die gu­te Ent­wick­lung geht nach Ein­schät­zung von Deut­sche-Bank- Volks­wirt Hei­ko Pe­ters teils auch auf das Kon­to des ver­gleichs­wei­se mil­den Win­ter­wet­ters. Da es zu­min­dest im Flach­land kaum Schnee gab, hät­ten die Ar­bei­ten auf vie­len Bau­stel­len, aber auch im Land­schafts- und Gar­ten­bau un­ge­hin­dert fort­ge­setzt wer­den kön­nen.

Der Haupt­schub für die all­mäh­li­che Ent­span­nung auf dem Ar­beits­markt kommt nach Be­ob­ach­tun­gen der Volks­wir­te aber von der sich bes­sern­den wirt­schaft­li­chen La­ge. "Die gu­te kon­junk­tu­rel­le Grund­ten­denz hat Tritt ge­fasst, das ver­stärkt jetzt auch die po­si­ti­ve Ten­denz auf dem Ar­beits­markt", ur­teilt et­wa Com­merz­bank-Volks­wirt Eck­art Tucht­feld. Ähn­lich sieht das Al­li­anz-Volks­wirt Rolf Schnei­der: "Ich ge­he da­von aus, dass sich die po­si­ti­ven Ten­den­zen der letz­ten bei­den Mo­na­te fort­set­zen", sag­te er.

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Letzte Überarbeitung: 29. August 2014

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