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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/328

Streit mit Daim­ler-Be­triebs­rat ver­schärft sich

Pro­duk­ti­ons­kür­zun­gen und Ein­schicht­be­trieb sor­gen für Un­mut bei Daim­ler
Betriebsratsanhörung Schlech­te Lau­ne beim Daim­ler-Be­triebs­rat

15.10.2012 (dpa) - Der Streit bei Daim­ler um Pro­duk­ti­ons­kür­zun­gen für die Mer­ce­des-S-Klas­se ver­schärft sich.

"Not­wen­di­ge Dis­kus­sio­nen über längst be­währ­te Fle­xi­bi­li­täts­in­stru­men­te als Ram­bo-Me­tho­den zu be­zeich­nen, ist rei­ne Stim­mungs­ma­che, mit der man sich selbst dis­qua­li­fi­ziert", sag­te der Daim­ler-Per­so­nal­vor­stand Wil­fried Porth der "Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung".

Porth re­agier­te da­mit auf Äu­ße­run­gen von Be­triebs­rä­ten und Ge­werk­schaf­tern.

Den Be­griff "Ram­bo-Po­li­tik" hat­te Jörg Hof­mann am Frei­tag ver­wen­det. Hof­mann ist ba­den-würt­tem­ber­gi­scher IG-Me­tall-Chef und auch Mit­glied des Auf­sichts­rats der Daim­ler AG. "Wir kön­nen an der Spit­ze die­ses Kon­zerns kei­ne Ram­bo-Po­li­tik ge­gen­über den Be­schäf­tig­ten und Be­leg­schafts­ver­tre­tun­gen ak­zep­tie­ren", hat­te Hof­mann nach ei­ner hit­zi­gen Be­leg­schafts­ver­samm­lung im Mer­ce­des-Werk Sin­del­fin­gen ge­sagt. "Wer bei so ei­nem Vor­ge­hen noch mo­ti­vier­te Mit­ar­bei­ter er­war­tet, soll­te drin­gend ei­nen Kurs für er­folg­rei­che Per­so­nal­füh­rung be­su­chen."

Aus­gangs­punkt des Streits ist der be­vor­ste­hen­de Mo­dell­wech­sel für die Mer­ce­des S-Klas­se im nächs­ten Jahr. Weil ty­pi­scher­wei­se in den Mo­na­ten da­vor die Nach­fra­ge sinkt, möch­te Daim­ler die Pro­duk­ti­on einst­wei­len auf ei­nen Ein­schicht­be­trieb um­stel­len, und auf die­se Wei­se rund 50.000 Au­tos we­ni­ger bau­en. Ent­spre­chend wür­den die Mit­ar­bei­ter Mi­nus-St­un­den auf ih­ren Zeit­kon­ten an­häu­fen.

Ein Kon­zern­spre­cher be­zeich­ne­te die­se Zahl am Sonn­tag­abend als un­zu­tref­fend. "Es han­delt sich um ei­ne Zahl im vier­stel­li­gen Be­reich", sag­te er.

Der Au­to­bau­er hat laut ei­nem Zei­tungs­be­richt in sei­nem Werk in Stutt­gart-Un­ter­türk­heim die Ver­trä­ge von rund 300 der ins­ge­samt et­wa 720 Leih­ar­bei­ter nicht ver­län­gert. Das Un­ter­neh­men ha­be Spar­maß­nah­men als Be­grün­dung ge­nannt, be­rich­ten die "Stutt­gar­ter Nach­rich­ten" un­ter Be­ru­fung auf Be­triebs­rats­krei­se. Daim­ler woll­te den Be­richt am Wo­chen­en­de nicht kom­men­tie­ren.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 10. Juli 2014

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