HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/242

Daim­ler-Be­triebs­rat kri­ti­siert Ver­kauf pro­fi­ta­bler Au­to­häu­ser

Im Mai hat­te Daim­ler Ein­schnit­te im kon­zern­ei­ge­nen Ver­triebs­netz an­ge­kün­digt: Der Be­triebs­rat kri­ti­siert die Plä­ne scharf. Sie sei­en über­zo­gen
Sitzung des Betriebsrats, Betriebsratsversammlung Was möch­te Daim­ler um­struk­tu­rie­ren?

10.07.2014. (dpa) - Der Daim­ler-Ge­samt­be­triebs­rat hat die Plä­ne des Au­to­bau­ers für den Um­bau sei­ner Au­to­häu­ser und Werk­stät­ten kri­ti­siert.

Um­fang und Tie­fe der ge­plan­ten Än­de­run­gen sei­en über­zo­gen, hieß es in ei­ner Mit­tei­lung am Mitt­woch.

"Die von der Un­ter­neh­mens­lei­tung ge­plan­te Neu­aus­rich­tung der Mer­ce­des-Benz Nie­der­las­sun­gen wird in der vor­ge­stell­ten Form von uns nicht ak­zep­tiert", sag­te Ge­samt­be­triebs­rats­chef Mi­cha­el Brecht.

So sei nicht nach­voll­zieh­bar, dass selbst wirt­schaft­lich hoch pro­fi­ta­ble Be­trie­be und Nie­der­las­sun­gen ver­kauft wer­den. Daim­ler will 36 der 158 Stand­or­te des kon­zern­ei­ge­nen Nie­der­las­sungs­net­zes ab­sto­ßen. Da­von sind den An­ga­ben zu­fol­ge et­wa 1500 der ins­ge­samt 15 000 Be­schäf­tig­ten be­trof­fen. Bei der Aus­wahl wer­de ei­ne Viel­zahl von Kri­te­ri­en wie Kauf­kraft und Wett­be­werb, aber auch mög­li­che Käu­fer be­rück­sich­tigt, sag­te ei­ne Daim­ler-Spre­che­rin. Er­trags­kraft und Er­trags­po­ten­zi­al sei­en nicht al­lein aus­schlag­ge­bend.

Kri­tik äu­ßer­ten die Be­triebs­rä­te an dem Plan, die 33 Nie­der­las­sun­gen mit der­zeit noch 158 Stand­or­ten re­gio­nal zu bün­deln. Sie plä­dier­ten da­für, die wirt­schaft­li­che Sinn­haf­tig­keit je­des ein­zel­nen Ver­bunds zu prü­fen. Nie­der­las­sun­gen und Be­leg­schaf­ten müss­ten da­mit lang­fris­tig ab­ge­si­chert sein. Nach An­ga­ben ei­ner Be­triebs­rats­spre­che­rin sol­len durch die Zu­sam­men­le­gung noch ein­mal rund 340 Ar­beits­plät­ze im Ver­wal­tungs­be­reich ab­ge­baut wer­den.

Daim­ler hat­te die Ein­schnit­te En­de Mai da­mit be­grün­det, "lang­fris­tig wirt­schaft­lich und pro­fi­ta­bel agie­ren zu kön­nen." An­dre­as Burk­hart, Vor­sit­zen­der der Ge­schäfts­lei­tung der Mer­ce­des-Benz Nie­der­las­sun­gen sag­te, in den Ge­sprä­chen mit den Be­triebs­rä­ten wer­de es auch um In­ves­ti­tio­nen ge­hen.

Vor Herbst sei nicht mit ei­nem Ab­schluss zu rech­nen, hieß es auf Be­triebs­rats­sei­te. Be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen sind nach An­ga­ben des Kon­zerns bis En­de 2017 aus­ge­schlos­sen. Zu­dem gibt es ei­ne Ga­ran­tie, gan­ze Nie­der­las­sun­gen nicht vor En­de 2015 zu ver­kau­fen.

Kun­den sol­len Daim­ler zu­fol­ge nichts von den Plä­nen spü­ren. Da­bei sol­len die Zu­stän­dig­kei­ten für Pkw- und Nutz­fahr­zeug­kun­den künf­tig ge­trennt wer­den. "Für Kun­den kann es auch nach­tei­lig sein, meh­re­re An­sprech­part­ner in ei­ner Nie­der­las­sung zu ha­ben", sag­te Jür­gen Lan­ger, Vor­sit­zen­der der Nie­der­las­sungs­kom­mis­si­on des Ge­samt­be­triebs­rats.

Bei­spie­le für Zu­sam­men­le­gun­gen sind et­wa die Nie­der­las­sun­gen Stutt­gart, Reut­lin­gen, Ulm und Ra­vens­burg, die in der Ver­triebs­di­rek­ti­on Würt­tem­berg ge­bün­delt wer­den sol­len. Die Nie­der­las­sun­gen Han­no­ver, Braun­schweig und Kas­sel ver­schmel­zen zur Ver­triebs­di­rek­ti­on Mit­te.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 25. Oktober 2014

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de