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Dax-Kon­zer­ne tun sich bei Frau­en­för­de­rung schwer

Vor drei Jah­ren hat­ten sich Deutsch­lands Top-Kon­zer­ne ver­pflich­tet, mehr Frau­en in die Chef­eta­gen zu ho­len. Doch ein Zwi­schen­be­richt zeigt: Nur we­ni­ge Un­ter­neh­men ha­ben ih­re Haus­auf­ga­ben ge­macht
Frauenquote OP War­um steigt der Frau­en­an­teil bei Füh­rungs­po­si­tio­nen nur so ge­ring?

11.06.2014. (dpa) - Die Dax-Kon­zer­ne sind von ih­ren selbst ge­steck­ten Zie­len für mehr Frau­en in Spit­zen­po­si­tio­nen trotz klei­ner Fort­schrit­te im­mer noch weit ent­fernt.

Das geht aus ei­nem Be­richt der 30 Dax-Un­ter­neh­men zur Um­set­zung ih­rer Selbst­ver­pflich­tun­gen her­vor, der am Diens­tag vom Ar­beit­ge­ber­ver­band BDA ver­öf­fent­licht wur­de.

2011 hat­ten sich die Kon­zer­ne je­weils ei­ge­ne Ziel­mar­ken ge­setzt.

Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Ma­nue­la Schwe­sig (SPD) zeig­te sich we­nig über­rascht über die Zwi­schen­er­geb­nis­se. Die Po­li­tik ha­be mehr als ein Jahr­zehnt auf frei­wil­li­ge Ver­ein­ba­run­gen mit der Wirt­schaft ge­setzt. "Der Ver­such ist ge­schei­tert", kri­ti­sier­te Schwe­sig.

Die gro­ße Ko­ali­ti­on will des­halb 2016 ei­ne Frau­en­quo­te von min­des­tens 30 Pro­zent für Auf­sichts­rä­te der der­zeit 108 größ­ten, voll mit­be­stim­mungs­pflich­ti­gen und bör­sen­no­tier­ten Un­ter­neh­men ein­füh­ren. Be­reits 2015 soll es für Auf­sichts­rä­te, Vor­stän­de und die obers­te Ma­nage­ment­ebe­ne von wei­te­ren 3500 Fir­men ver­bind­li­che Ziel­vor­ga­ben zur Frau­en­för­de­rung ge­ben.

In der Wirt­schaft hieß es da­ge­gen, es ge­he vor­an. Der Frau­en­an­teil bei Füh­rungs­po­si­tio­nen im In­land ha­be sich seit 2011 um durch­schnitt­lich 17 Pro­zent er­höht und sei viel stär­ker ge­wach­sen als der all­ge­mei­ne Frau­en­an­teil in der Ge­samt­be­leg­schaft. Et­li­che Kon­zer­ne tun sich aber un­ver­än­dert schwer.

So stieg et­wa beim Au­to­bau­er Volks­wa­gen der Frau­en­an­teil bei deut­schen Top­jobs zwi­schen 2010 und 2013 nur von 8,5 auf 9,8 Pro­zent - die VW-Ziel­mar­ke liegt bei 30 Pro­zent. Bei BMW sieht es mit 10,9 Pro­zent kaum bes­ser aus, der Stahl­kon­zern Thys­sen­Krupp kommt nur auf 7,8 Pro­zent. Viel wei­ter ist der Ver­si­che­rer Al­li­anz: Dort sind 28,1 Pro­zent (2010: 24,7) weib­li­che Füh­rungs­kräf­te zu fin­den. Der Düs­sel­dor­fer Kon­sum­gü­ter-Her­stel­ler Hen­kel kommt so­gar auf 33,2 Pro­zent.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. April 2015

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