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Deut­sche lieb­äu­geln mit Ren­te vor dem 65. Ge­burts­tag

Die Ren­te mit 67 bleibt ein ro­tes Tuch: Die Deut­schen pei­len den Ru­he­stand ei­ner Um­fra­ge zu­fol­ge lie­ber zwi­schen Mit­te 50 und Mit­te 60 an. Kei­ne gu­ten Vor­aus­set­zun­gen für Hand­werks­prä­si­dent Kent­zler, der we­gen des Fach­kräf­te­man­gels die Ren­te mit 70 ins Spiel bringt
Alter Mann mit Hund im Wald Wann ist man reif für die Ren­te?

05.08.2013. (dpa) - Die Ren­te mit 67 stößt ei­ner Um­fra­ge zu­fol­ge bei den deut­schen Ar­beit­neh­mern wei­ter­hin auf we­nig Ge­gen­lie­be.

Et­wa 87 Pro­zent der Bun­des­bür­ger wür­den am liebs­ten auf­hö­ren zu ar­bei­ten, be­vor sie 65 Jah­re alt sind.

Le­dig­lich knapp 7 Pro­zent kön­nen sich hin­ge­gen vor­stel­len, bis zur künf­tig vor­ge­se­he­nen Al­ters­gren­ze von 67 Jah­ren er­werbs­tä­tig zu blei­ben.

Das geht aus ei­ner Um­fra­ge des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts GfK im Auf­trag der "Welt am Sonn­tag" her­vor.

Das Hand­werk brach­te der­weil we­gen des grö­ßer wer­den­den Fach­kräf­te­man­gels die Ren­te mit 70 ins Spiel.

Von so ei­nem spä­ten Ren­ten­be­ginn wol­len die Bun­des­bür­ger aber an­schei­nend über­haupt nichts wis­sen: Gut 53 Pro­zent der Deut­schen wür­den der Um­fra­ge zu­fol­ge gern vor dem 60. Ge­burts­tag auf­hö­ren zu ar­bei­ten - vor­aus­ge­setzt, dass da­mit kei­ne fi­nan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen ver­bun­den sind.

Auf­fäl­lig ist al­ler­dings auch: Selbst wenn Geld über­haupt kei­ne Rol­le spiel­te, wür­den nur knapp 10 Pro­zent der Be­frag­ten noch vor dem 49. Le­bens­jahr in Ren­te ge­hen wol­len.

"Der Spaß an der Ar­beit ist bei den Deut­schen al­so durch­aus aus­ge­prägt", sag­te der für die Um­fra­ge ver­ant­wort­li­che GfK-Mit­ar­bei­ter Klaus Hil­bin­ger. Das Wunsch­ren­ten­al­ter liegt für die meis­ten dem­nach zwi­schen 55 und 64 Jah­ren. Re­gio­nal ist dies un­ter­schied­lich aus­ge­prägt: So ga­ben 38 Pro­zent der be­frag­ten Süd­deut­schen ihr Wunsch­ren­ten­al­ter mit 60 bis 64 Jah­ren an. Die Mehr­zahl der Nord­deut­schen sieht das op­ti­ma­le Ren­ten­ein­tritts­al­ter hin­ge­gen eher bei 55 bis 59 Jah­ren.

Ganz an­ders sieht dies der Prä­si­dent des Zen­tral­ver­bands des Deut­schen Hand­werks, Ot­to Kent­zler. Er sprach sich we­gen des Fach­kräf­te-Eng­pas­ses für ei­ne Her­auf­set­zung der Ren­ten-Gren­ze auf 70 Jah­re aus. Vie­le Äl­te­re sei­en fit, sag­te er dem Ma­ga­zin "Fo­cus". "Selbst wenn sie nur hal­be Ta­ge ar­bei­ten, ih­re Er­fah­rung kann uns hel­fen." Ein­zel­ne Be­trie­be müss­ten heu­te schon Auf­trä­ge ab­leh­nen, weil ih­nen die Fach­kräf­te feh­len.

Die Ren­te mit 67 soll bis 2030 schritt­wei­se ein­ge­führt wer­den. Ver­gan­ge­nes Jahr lag das durch­schnitt­li­che Ren­ten­ein­tritts­al­ter der Män­ner bei 61,2 Jah­ren, Frau­en gin­gen im Schnitt mit 61 Jah­ren in Ren­te. Das wa­ren die höchs­ten Wer­te seit mehr als 20 Jah­ren.

Für die re­prä­sen­ta­ti­ve Er­he­bung wur­den den An­ga­ben zu­fol­ge rund 1000 Frau­en und Män­ner ab 14 Jah­ren zwi­schen dem 19. und 26. Ju­li be­fragt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 1. März 2016

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