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Deutsch­land als in­ter­na­tio­na­le Jo­b­op­ti­on

Aus­län­di­sche Job­su­chen­de schau­en im­mer häu­fi­ger in Deutsch­land nach frei­en Stel­len. Be­son­ders be­liebt sind Ber­lin, Bay­ern und Ba­den-Würt­tem­berg.
Europa, Europäische Union, Landesflaggen

17.07.2017. (dpa/wie) - Wenn aus­län­di­sche Ar­beits­su­chen­de in Eu­ro­pa nach Jobs Aus­schau hal­ten, se­hen sie sich ver­mehrt in Deutsch­land um.

Das er­gab ei­ne Un­ter­su­chung des Stel­len­por­tals In­de­ed. Dem­nach war Deutsch­land im Un­ter­su­chungs­zeit­raum Mai 2016 bis April 2017 nach Groß­bri­tan­ni­en das at­trak­tivs­te Ziel für Job­su­chen­de in Eu­ro­pa.

Au­ßer­dem ha­be sich die Zahl der aus­län­di­schen Job­su­chen in Deutsch­land im Ver­gleich zum Vor­jahr um 14 Pro­zent ge­stei­gert.

In­ner­halb Deutsch­lands zog Ber­lin die meis­ten Such­an­fra­gen aus dem Aus­land an. Rund neun Pro­zent der aus­län­di­schen Ar­beits­kräf­te, die über ei­ne Kar­rie­re in Deutsch­land nach­dach­ten, schau­ten sich in der deut­schen Haupt­stadt nach ei­nem Ar­beits­platz um. An zwei­ter und drit­ter Stel­le fol­gen Bay­ern und Ba­den-Würt­tem­berg mit je­weils rund sie­ben Pro­zent.

Der Ge­schäfts­füh­rer von In­de­ed Deutsch­land, Frank Hens­gens, lob­te die Ent­wick­lung in den füh­ren­den Re­gio­nen: "Bun­des­län­der wie Ber­lin, Bay­ern und Ba­den-Würt­tem­berg in­ves­tie­ren of­fen­bar mit Er­folg in ihr in­ter­na­tio­na­les Stand­ort­mar­ke­ting. Das ist si­cher­lich der rich­ti­ge Weg, um dem ge­gen­wär­ti­gen Ar­beits­kräf­te­man­gel in Deutsch­land zu be­geg­nen. In die­sem Be­wer­ber­markt ist der Blick über die Lan­des­gren­zen hin­weg ei­ne wich­ti­ge Maß­nah­me im Re­cruit­ing­mix der Zu­kunft."

Das be­völ­ke­rungs­reichs­te Bun­des­land Nord­rhein-West­fa­len stellt in der Bun­des­re­pu­blik auch die meis­ten of­fe­nen Ar­beits­stel­len. Je­de fünf­te Va­kanz in Deutsch­land be­fand sich im Aus­wer­tungs­zeit­raum 2017 in NRW. Den­noch lag die Nach­fra­ge aus dem Aus­land le­dig­lich bei 3,62 Pro­zent.

Die ge­rings­te in­ter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit er­hiel­ten die Job­an­ge­bo­te aus Sach­sen-An­halt, Thü­rin­gen und Nie­der­sach­sen.

Die Er­geb­nis­se der Aus­wer­tung im Über­blick:

 

Bun­des­land

2017

2016

Ver­än­de­rung

Ber­lin

8.57%

7.21%

18.92%

Bay­ern

6.68%

5.92%

12.97%

Ba­den-Würt­tem­berg

6.59%

5.96%

10.66%

Saar­land

5.70%

5.88%

-2.95%

Hes­sen

5.00%

4.22%

18.47%

Ham­burg

4.97%

4.16%

19.23%

Bran­den­burg

4.31%

3.70%

16.34%

Sach­sen

4.29%

3.24%

32.44%

Bre­men

3.78%

3.01%

25.37%

Rhein­land-Pfalz

3.75%

3.28%

14.44%

Nord­rhein-West­fa­len

3.62%

3.24%

11.72%

Meck­len­burg-Vor­pom­mern

3.53%

3.03%

16.25%

Schles­wig-Hol­stein

3.07%

2.85%

7.96%

Nie­der­sach­sen

3.06%

2.75%

11.05%

Thü­rin­gen

2.37%

1.94%

22.38%

Sach­sen-An­halt

2.13%

1.91%

11.92%

 

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 16. November 2017

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