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Fast zwei Drit­tel der jun­gen Grie­chen sind ar­beits­los

Welt­weit steigt laut Ver­ein­ten Na­tio­nen die Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit: Be­son­ders hef­tig trifft es die Eu­ro-Sor­gen­kin­der, wie neue Zah­len aus Grie­chen­land und Por­tu­gal zei­gen
Mann in Geldbörse Die Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit steigt wei­ter an

10.05.2013. (dpa) - Nur et­wa je­der drit­te Ju­gend­li­che in Grie­chen­land hat ei­ne Ar­beit.

Wie das Sta­tis­ti­sche Amt (El­s­tat) am Don­ners­tag mit­teil­te, stieg die Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit im Fe­bru­ar auf 64,2 Pro­zent.

In Por­tu­gal wa­ren im ers­ten Quar­tal 2013 rund 42 Pro­zent der un­ter 24-Jäh­ri­gen oh­ne Job.

Welt­weit steigt die Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit nach An­ga­ben der Ver­ein­ten Na­tio­nen - al­ler­dings nicht über­all so dra­ma­tisch wie in man­chen Eu­ro-Staa­ten.

In Deutsch­land da­ge­gen hat sich die Ar­beits­lo­sen­zahl in der jun­gen Al­ters­grup­pe von 2005 bis 2012 hal­biert.

Welt­weit wer­de die Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit 2013 durch­schnitt­lich 12,6 Pro­zent be­tra­gen - nach 12,4 Pro­zent im Vor­jahr, er­war­tet die In­ter­na­tio­na­le Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on (ILO) in ei­nem am Mitt­woch in Genf ver­öf­fent­lich­ten Trend­be­richt. Et­wa 73,4 Mil­lio­nen 15- bis 24-Jäh­ri­ge wer­den dem­nach 2013 oh­ne Job sein.

Die ILO warn­te, das Wohl­er­ge­hen ei­ner gan­ze Ge­ne­ra­ti­on sei ge­fähr­det. Im­mer mehr Ju­gend­li­che wür­den den so­zi­al­öko­no­mi­schen und po­li­ti­schen Sys­te­men ih­rer Staa­ten miss­trau­en, wie Mas­sen­pro­tes­te in Spa­ni­en und Grie­chen­land ge­gen Spar­maß­nah­men der Re­gie­run­gen zeig­ten.

Über dem welt­wei­ten Durch­schnitt liegt den An­ga­ben zu­fol­ge die Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit in den In­dus­trie­staa­ten ein­schließ­lich der EU, wo sie zwi­schen 2008 und 2012 um fast ein Vier­tel auf 18,1 Pro­zent ge­stie­gen sei. Nur in sechs In­dus­trie­staa­ten sei die Quo­te ge­rin­ger als 10 Pro­zent, da­zu ge­hö­re auch Deutsch­land.

Das Deut­sche In­sti­tut für Wirt­schafts­for­schung (DIW) sieht als Haupt­grund da­für die Ver­än­de­rung der Al­ters­struk­tur in Deutsch­land. Die Ar­beits­lo­sig­keit sei nicht ge­sun­ken, "weil mehr Ar­beits- oder Aus­bil­dungs­plät­ze mit Ju­gend­li­chen be­setzt wur­den", sag­te DIW-Ar­beits­markt­ex­per­te Karl Bren­ke. Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit sei hier­zu­lan­de vor al­lem ein Qua­li­fi­ka­ti­ons­pro­blem. Mehr als die Hälf­te al­ler Ar­beits­lo­sen Ju­gend­li­chen im Jahr 2010 hät­ten kei­nen Be­rufs­ab­schluss ge­habt.

Zu den dra­ma­ti­schen Zah­len in Grie­chen­land sag­te Fi­nanz­mi­nis­ter Io­an­nis Stour­naras am Don­ners­tag, die Tal­fahrt der Wirt­schaft wer­de 2014 ein En­de ha­ben. Da­mit wer­de auch die Ar­beits­lo­sig­keit zu­rück­ge­hen. Ers­te po­si­ti­ve Zei­chen ha­be es be­reits ge­ge­ben: Im April 2013 sind nach of­fi­zi­el­len An­ga­ben 29 000 Men­schen mehr ein­ge­stellt als ent­las­sen wor­den.

In Por­tu­gal stieg die Ar­beits­lo­sig­keit ins­ge­samt auf den Re­kord­stand von 17,7 Pro­zent. Nach dem Be­richt der INE wa­ren zum 31. März mehr als 952 000 Men­schen im ärms­ten Land West­eu­ro­pas als ar­beits­su­chend ge­mel­det.

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Letzte Überarbeitung: 6. Juni 2014

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