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ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/018

Ei­ni­gung über Ta­rif­ver­trag für die Fleisch­in­dus­trie

Für die Be­schäf­tig­ten der Fleisch­in­dus­trie kommt ein Ta­rif­ver­trag mit ei­nem ein­heit­li­chen Min­dest­lohn: Die Ver­hand­lungs­part­ner ha­ben sich über­ra­schend ge­ei­nigt. Es sei aber noch nichts un­ter­schrie­ben, be­tont die Ge­werk­schaft
Münzen, Münzhaufen Wel­che Ver­ein­ba­run­gen wur­den ge­trof­fen?

13.01.2014. (dpa) - Die rund 80 000 Be­schäf­tig­ten der deut­schen Fleisch­in­dus­trie sol­len ei­nen bun­des­weit ein­heit­li­chen Ta­rif­ver­trag be­kom­men.

In den Ver­hand­lun­gen hat es über­ra­schend ei­ne Ei­ni­gung ge­ge­ben.

Die Ver­ein­ba­rung se­he ei­nen ver­bind­li­chen ta­rif­li­chen Min­dest­lohn von 7,75 Eu­ro je St­un­de zum 1. Ju­li 2014 vor, schreibt die "Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung" (FAZ/Sams­tag).

Die­ser sol­le dann bis De­zem­ber 2016 in drei Stu­fen auf 8,75 Eu­ro stei­gen.

Ein Spre­cher der Ge­werk­schaft Nah­rung-Ge­nuss-Gast­stät­ten (NGG) be­stä­tig­te die Zah­len - al­ler­dings un­ter Vor­be­halt.

"Es ist noch nichts un­ter­schrie­ben", sag­te er der Nach­rich­ten­agen­tur dpa.

De­tails soll­ten An­fang kom­men­der Wo­che be­kannt­ge­ge­ben wer­den.

Die Be­zah­lung der Mit­ar­bei­ter in der Bran­che ist bis­her über ein­zel­ne Haus- oder re­gio­na­le Ta­ri­fe ge­re­gelt, die nur rund 27 000 Be­schäf­tig­te er­fasst. Ein bun­des­ein­heit­li­ches Ta­rif­werk gab es bis­her nicht. Für die Bun­des­ver­ei­ni­gung der Deut­schen Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de (BDA) sag­te Haupt­ge­schäfts­füh­rer Rein­hard Göh­ner der "FAZ": "Wir be­grü­ßen nach­drück­lich, dass es zu ei­ner sol­chen Ta­rif­ver­ein­ba­rung kommt."

Die Ta­rif­par­tei­en wol­len die Ver­ein­ba­rung durch die Bun­des­re­gie­rung auf Grund­la­ge des Ar­beit­neh­mer-Ent­sen­de­ge­set­zes für all­ge­mein­ver­bind­lich er­klä­ren las­sen. Da­durch wür­den auch die in vie­len Schlacht­be­trie­ben ein­ge­setz­ten Werk­ver­trags­ar­beit­neh­mer aus Ost­eu­ro­pa von der Ta­rif­re­ge­lung er­fasst.

Die Bran­che hat­te ne­ga­ti­ve Schlag­zei­len we­gen der pre­kä­ren Wohn- und Ar­beits­ver­hält­nis­se von Leih- und Werk­ver­trags­ar­bei­tern ge­macht, die ei­nen Groß­teil der Be­schäf­tig­ten stel­len. Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Ver­bands der Er­näh­rungs­wirt­schaft Nie­der­sach­sen, Bre­men, Sach­sen-An­halt, Mi­cha­el An­dritz­ky, hat­te zum Auf­takt der Ver­hand­lun­gen ge­sagt: "Wir wol­len, dass die­se Bran­che aus dem Ge­re­de kommt."

Die Ar­beit­ge­ber hat­ten im De­zem­ber be­reits ei­nen Min­dest­lohn von 8 Eu­ro ab Mit­te 2014 und ein Jahr spä­ter von 8,50 an­ge­bo­ten. Die NGG stimm­te dem aber vor al­lem we­gen der lan­gen Lauf­zeit bis 2018 nicht zu: Sie woll­te die Mög­lich­keit wei­te­rer Er­hö­hun­gen ver­an­kern und for­der­te Min­dest­ar­beits­be­din­gun­gen für Werk­ver­trags­ar­bei­ter.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 31. Juli 2014

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