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Ein­spar­plä­ne bei den Leh­rern sor­gen für Em­pö­rung

Trotz be­grenz­ter Ein­spar­mög­lich­kei­ten in ih­rem Zehn-Mil­li­ar­den-Etat muss Kul­tus­mi­nis­te­rin Ei­sen­mann zur Kon­so­li­die­rung des Lan­des­haus­halts bei­tra­gen: Das führt zu ei­nem Auf­schrei bei GEW und Op­po­si­ti­on. Sie se­hen die Qua­li­täts­of­fen­si­ve des Lan­des ins Lee­re lau­fen
Wie viel Stel­len sol­len ge­stri­chen wer­den?

01.10.2016. (dpa) - Kul­tus­mi­nis­te­rin Su­san­ne Ei­sen­mann (CDU) muss im kom­men­den Schul­jahr 441 Lehr­stel­len strei­chen.

Laut den Eck­punk­ten der Lan­des­re­gie­rung müs­se sie ei­nen Ein­spar­be­trag von 31,7 Mil­lio­nen Eu­ro er­brin­gen, er­läu­ter­te sie am Frei­tag in Stutt­gart und be­stä­tig­te ei­nen Be­richt der Ul­mer "Süd­west Pres­se" am Frei­tag.

"Da­mit ist die Gren­ze des­sen er­reicht, was ein­ge­spart wer­den kann."

Al­les an­de­re be­rüh­re den Pflicht­un­ter­richt.

Schon jetzt sei es schwie­rig, Krank­heits­ver­tre­tun­gen zu stel­len und den Er­gän­zungs­un­ter­richt zu stel­len.

Von den Plä­nen un­be­rührt ist die Auf­la­ge an das Mi­nis­te­ri­um, bis 2020 noch wei­te­re 1.333 Stel­len zu strei­chen. Ei­sen­mann be­ton­te: "Es ist wich­tig, dass sich das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um der Auf­ga­ben­stel­le ei­ner Schul­den­brem­se im Jahr 2020 nicht ver­wei­gert."

Die Leh­rer­ge­werk­schaft GEW sprach von ei­nem "Ar­muts­zeug­nis" der schwarz-grü­nen Ko­ali­ti­on und kün­dig­te Pro­tes­te an. "Das wer­den an­ge­sichts der zahl­lo­sen Bau­stel­len in den Schu­len, der stei­gen­den Schü­ler­zah­len und der gu­ten Steu­er­ein­nah­men Schü­ler, El­tern und Lehr­kräf­te nicht ak­zep­tie­ren", sag­te Lan­des­che­fin Do­ro Mo­ritz. Die Fa­mi­li­en müss­ten sich auf Un­ter­richts­aus­fäl­le ein­stel­len. "Wer Un­ter­richts­qua­li­tät ver­bes­sern will, muss zu­erst da­für sor­gen, dass der Un­ter­richt statt­fin­det", re­sü­mier­te sie.

"Ent­set­zen" lös­ten die Plä­ne bei der Land­tags-SPD aus. Die­se kon­ter­ka­rier­ten die nach dem schlech­ten Ab­schnei­den des Lan­des in der jüngs­ten Bil­dungs­stu­die "VE­RA" an­ge­kün­dig­te Qua­li­täts­of­fen­si­ve, sag­te der SPD-Bil­dungs­po­li­ti­ker Ste­fan Flust-Blei. Er be­fürch­te Ab­stri­che bei Aus­bau von der Ein­glie­de­rung be­hin­der­ter Kin­der in die all­ge­mei­nen Schu­len (In­klu­si­on) und von Ge­mein­schafts­schu­len.

An­de­rer­seits mel­det Ei­sen­mann nach ei­ge­nen An­ga­ben in den Haus­halts­ge­sprä­chen ei­nem Mehr­be­darf von 60 Mil­lio­nen Eu­ro an. Da­bei ge­he es vor al­lem um von der grün-ro­ten Vor­gän­ger­re­gie­rung ge­fass­te Be­schlüs­se, die aber noch nicht durch­fi­nan­ziert sei­en. Die Stel­len sol­len un­ter an­de­rem dem Aus­bau der Ganz­tags­schu­len, der In­klu­si­on, des Ma­the- und Deutsch-Un­ter­richts an der Grund­schu­le und der In­for­ma­tik die­nen. Die­se Sum­me wä­re ein gro­ßer Teil der ge­plan­ten Mehr­aus­ga­ben der Lan­des­re­gie­rung von 150 Mil­lio­nen Eu­ro für das kom­men­de Jahr. Die Mi­nis­te­rin zeig­te sich op­ti­mis­tisch, dass ih­re An­for­de­run­gen er­füllt wer­den.

In zwei Ge­sprä­chen mit Fi­nanz­mi­nis­te­rin Edith Sitz­mann (Grü­ne) ha­be sie sich be­reits über die Ein­spar­sum­me ver­stän­digt. Mehr­be­darf wer­de von der Haus­halts­struk­tur­kom­mis­si­on der Ko­ali­ti­on be­ra­ten. An­ders als an­de­re Res­sorts er­fül­le sie mit dem Ein­spar­vor­schlag die Grund­vor­aus­set­zung, um Mehr­be­darf über­haupt an­mel­den zu kön­nen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 4. Oktober 2016

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