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ARBEITSRECHT AKTUELL // 13/097

Ein­zel­händ­ler im In­ter­net-Fie­ber

Die Ver­brau­cher kau­fen im­mer häu­fi­ger im In­ter­net ein: Au­ßer­dem sind sie dank In­ter­net so gut in­for­miert wie noch nie. Dar­auf re­agie­ren gro­ße wie klei­ne Händ­ler mit dem Aus­bau ih­rer On­line­ak­ti­vi­tä­ten
Bildschirmarbeit Liegt die Zu­kunft im On­line-Han­del?

12.04.2013. (dpa) - Der Ein­zel­han­del stellt sich mit um­fang­rei­chen In­ves­ti­tio­nen auf ei­nen wach­sen­den Kun­den­an­sturm im In­ter­net ein.

Die On­line-Um­sät­ze der Bran­che wer­den 2013 in Deutsch­land nach ei­ner Ver­bands­schät­zung er­neut zwei­stel­lig um zwölf Pro­zent auf gut 33 Mil­li­ar­den Eu­ro klet­tern.

Fast je­der vier­te Ein­zel­händ­ler set­ze in die­sem Jahr ei­nen In­ves­ti­ti­ons­schwer­punkt im In­ter­net, teil­te der Han­dels­ver­band Deutsch­land (HDE) am Don­ners­tag zu sei­ner jüngs­ten Kon­junk­tur­um­fra­ge un­ter 1300 Un­ter­neh­men mit.

Das Spek­trum rei­che da­bei von neu­en In­ter­net­sei­ten bis zum Aus­bau der In­ter­net­shops.

Das In­ter­net ist dem Stim­mungs­bild zu­fol­ge zum do­mi­nie­ren­den The­ma im deut­schen Ein­zel­han­del ge­wor­den. Es stel­le da­mit selbst gro­ße Sor­gen wie stei­gen­de En­er­gie­kos­ten und die Eu­ro-Schul­den­kri­se in den Schat­ten. "Wir se­hen, dass wahn­sin­nig viel in Be­we­gung ist", sag­te HDE-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Ste­fan Genth in Düs­sel­dorf.

Je­der fünf­te Ein­zel­händ­ler in Deutsch­land be­trei­be ne­ben sei­nem La­den­ge­schäft be­reits auch ei­nen On­line­shop. "Die Zu­kunft liegt in der Ver­zah­nung von sta­tio­nä­rem und On­line-Han­del." Nicht für je­den Händ­ler loh­ne ein On­line­shop. Aber auch On­line-In­fos könn­ten Kun­den zum La­den füh­ren.

Der On­line­an­teil am Ge­samt­um­satz des deut­schen Ein­zel­han­dels wer­de sich lang­fris­tig von sie­ben auf 20 Pro­zent mehr als ver­dop­peln. Für 2013 er­war­tet der HDE trotz des lan­gen Win­ters ei­ne ins­ge­samt sta­bi­le Ge­schäfts­ent­wick­lung. Der Bran­chen­um­satz soll um ein Pro­zent auf 432 Mil­li­ar­den Eu­ro stei­gen.

Preis­be­rei­nigt be­deu­te das ei­nen leich­ten Rück­gang. Mehr als zwei Drit­tel der Händ­ler er­war­te­ten 2013 sta­bi­le oder stei­gen­de Um­sät­ze. "Ins­ge­samt be­stimmt Op­ti­mis­mus das Bild, von Eu­pho­rie kann aber kei­ne Re­de sein", sag­te Genth. Die Stim­mung sei wie­der ge­stie­gen, aber im­mer noch schlech­ter als 2010 und 2011.

In der En­de April be­gin­nen­den Ta­rif­run­de für den Ein­zel­han­del wol­len die Ar­beit­ge­ber nicht nur über Ge­häl­ter ver­han­deln. "Wir brau­chen mo­der­ne Ta­rif­ver­trä­ge", be­grün­de­te Genth die Kün­di­gung der Man­tel­ta­rif­ver­trä­ge durch die Ar­beit­ge­ber. Es ge­he ih­nen un­ter an­de­rem um ei­ne Mög­lich­keit, Ar­beits­zeit­kon­ten ein­füh­ren zu kön­nen.

Genth kri­ti­sier­te die be­reits in meh­re­ren Bun­des­län­dern auf­ge­stell­ten Ge­werk­schafts­for­de­run­gen für Ein­kom­mens­ver­bes­se­run­gen als hoch. "Die For­de­run­gen sind teil­wei­se ex­or­bi­tant." Die Zahl der Mit­ar­bei­ter im Ein­zel­han­del wer­de 2013 sta­bil blei­ben bei rund drei Mil­lio­nen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. Dezember 2016

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