HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/233

Eon-Toch­ter Uni­per plant Stel­len­ab­bau

Nach der Auf­spal­tung des En­er­gie­rie­sen Eon plant die neue Kraft­werk­s­toch­ter Uni­per Stel­len­strei­chun­gen: Wie vie­le der ins­ge­samt rund 14.000 Be­schäf­tig­ten be­trof­fen sein wer­den, ist al­ler­dings of­fen
Wie viel Ar­beits­plät­ze wer­den weg­fal­len?

25.07.2016. (dpa) - Die Eon-Kraft­werk­s­toch­ter Uni­per will ei­ne grö­ße­re Zahl von Ar­beits­plät­zen ab­bau­en.

"Es wer­den Stel­len in ei­ner nen­nens­wer­ten Grö­ßen­ord­nung weg­fal­len", sag­te Un­ter­neh­mens­chef Klaus Schä­fer der "Rhei­ni­schen Post" (Sams­tag).

"Wir wol­len den Stel­len­ab­bau so­zi­al­ver­träg­lich ge­stal­ten und be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen ver­mei­den, aus­schlie­ßen kön­nen wir sie als letz­tes Mit­tel nicht."

Wie vie­le Stel­len von der Spar­maß­nah­me be­trof­fen sei­en, wer­de der­zeit ge­prüft. "Bei Kos­ten­sen­kun­gen geht es lei­der im­mer auch um Ar­beits­plät­ze. Die ge­nau­en Zah­len er­mit­teln wir ge­ra­de und sind hier­zu na­tür­lich auch in re­gel­mä­ßi­gen Ge­sprä­chen mit den Ver­tre­tern der Mit­be­stim­mung", sag­te Schä­fer der Zei­tung.

Deutsch­lands größ­ter Strom­kon­zern Eon hat­te sich un­ter dem Druck der En­er­gie­wen­de auf­ge­spal­ten. Uni­per war An­fang des Jah­res an den Start ge­gan­gen. In das Un­ter­neh­men mit rund 5000 Be­schäf­tig­ten im In­land und 9000 im Aus­land hat Eon sei­ne kon­ven­tio­nel­len Kraft­wer­ke ab­ge­spal­ten. Uni­per mit Sitz in Düs­sel­dorf soll im Sep­tem­ber an die Bör­se ge­hen.

Der Uni­per-Vor­stand hat­te be­reits ein Spar­pro­gramm mit Ver­äu­ße­run­gen von Un­ter­neh­mens­tei­len und der Sen­kung von Per­so­nal­kos­ten an­ge­kün­digt. "Wir müs­sen un­se­re Kos­ten deut­lich sen­ken und prü­fen des­halb al­le mög­li­chen Op­tio­nen", sag­te Schä­fer der Zei­tung. Ei­ne Net­to-Ver­schul­dung von 4,7 Mil­li­ar­den Eu­ro sei auf Dau­er zu viel.

Mit sei­nen Plä­nen zum Ab­bau von Per­so­nal­kos­ten stößt das Un­ter­neh­men auf Wi­der­stand: Die Ge­werk­schaf­ten hat­te En­de Ju­ni Ge­sprä­che über Ta­rif­kür­zun­gen ver­wei­gert. Ein Un­ter­neh­mens­spre­cher mach­te am Sams­tag kei­ne An­ga­ben da­zu, ob die Ge­sprä­che wie­der auf­ge­nom­men wer­den.

Die ge­sam­te Bran­che lei­det un­ter dem nied­ri­gen Bör­sen­strom­preis. Die­ser hat sich we­gen des gro­ßen An­ge­bots an Er­neu­er­ba­rer En­er­gie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mehr als hal­biert.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 31. August 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de