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ARBEITSRECHT AKTUELL // 15/110

Er­werbs­lo­sig­keit dank Früh­jahrs­auf­schwung auf nied­rigs­tem April-Wert

Je­des Jahr im Früh­ling ist es das glei­che Bild: Nach der Win­ter­pau­se be­lebt sich der Ar­beits­markt wie­der. Nicht nur auf dem Bau und in der Land­wirt­schaft wird kräf­tig ein­ge­stellt
Zwei Männchen mit Euro Die Zahl der Job­su­cher sank

01.05.2015. (dpa) - Der Früh­jahrs­auf­schwung hat die Ar­beits­lo­sig­keit in Deutsch­land auf den nied­rigs­ten April-Wert seit dem Jahr 1991 ge­drückt.

Die Zahl der Job­su­cher ging von März auf April um 89 000 auf 2,843 Mil­lio­nen zu­rück, wie die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) am Don­ners­tag in Nürn­berg mit­teil­te.

Da­durch sank die Ar­beits­lo­sen­quo­te um 0,3 Punk­te auf 6,5 Pro­zent.

"Auch die so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Be­schäf­ti­gung und die ge­mel­de­ten Stel­len ent­wi­ckeln sich wei­ter­hin po­si­tiv", er­läu­ter­te BA-Chef Frank-Jür­gen Wei­se.

Im Ver­gleich zum Vor­jahr ging die Er­werbs­lo­sig­keit um 100 000 zu­rück. Da­mit wur­de der nied­rigs­te April-Wert seit Be­ginn der ge­mein­sa­men Zäh­lung der Ar­beits­lo­sen nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung er­reicht.

Haupt­grund für den deut­li­chen Rück­gang war der Früh­jahrs­auf­schwung: Mit dem En­de der nas­sen und kal­ten Wit­te­rungs­pe­ri­ode stel­len Be­trie­be et­wa auf dem Bau, in der Land­wirt­schaft oder auch der Gas­tro­no­mie re­gel­mä­ßig ver­stärkt Per­so­nal ein. Trotz die­ses Ef­fek­tes ging im April auch die sai­son­be­rei­nig­te Ar­beits­lo­sen­zahl zu­rück, und zwar um 8000 auf 2,792 Mil­lio­nen. Da­bei sank die um jah­res­zeit­li­che Ein­flüs­se be­rei­nig­te Er­werbs­lo­sen­zahl im Wes­ten Deutsch­lands um 2000, im Os­ten um 6000.

Er­werbs­tä­tig­keit und so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Be­schäf­ti­gung ent­wi­ckel­ten sich sai­son­be­rei­nigt eben­falls po­si­tiv. So leg­te die Zahl der Er­werbs­tä­ti­gen nach den jüngs­ten Da­ten vom März um 10 000 auf 42,47 Mil­lio­nen zu - im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat ist dies ein Plus von 235 000. Die so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Be­schäf­ti­gung stieg um 65 000 auf 30,32 Mil­lio­nen. Da­mit leg­te die Zahl der re­gu­lär Be­schäf­tig­ten bin­nen Jah­res­frist um 533 000 zu (Fe­bru­ar­da­ten).

Auch die Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten stieg wei­ter. Im April wa­ren bei den Ar­beits­agen­tu­ren 552 000 of­fe­ne Stel­len ge­mel­det, 66 000 mehr als vor ei­nem Jahr. Be­son­ders ge­sucht sind der­zeit Mit­ar­bei­ter in den Be­rufs­fel­dern Ver­kauf, Me­cha­tro­nik, En­er­gie- und Elek­tro­tech­nik so­wie Ver­kehr und Lo­gis­tik. Es fol­gen Be­ru­fe in der Me­tall­er­zeu­gung, Ma­schi­nen- und Fahr­zeug­tech­nik so­wie in der Ge­sund­heits­bran­che.

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Letzte Überarbeitung: 12. April 2016

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