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ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/262

Ex-Häft­lin­ge sol­len bes­ser in den Ar­beits­markt in­te­griert wer­den

Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um und Ar­beits­agen­tur wol­len künf­tig en­ger zu­sam­men­ar­bei­ten, um ent­las­se­ne Ge­fäng­nis­in­sas­sen häu­fi­ger di­rekt in Lohn und Brot zu brin­gen
Verhaftung Mann Wel­che Maß­nah­men sieht die Ver­ein­ba­rung vor?

17.08.2016. (dpa) - Frei­ge­las­se­ne Häft­lin­ge sol­len in Bran­den­burg künf­tig bes­ser in den Ar­beits­markt in­te­griert wer­den.

Da­zu schlos­sen Jus­tiz­mi­nis­ter Ste­fan Lud­wig (Lin­ke) und die Ge­schäfts­füh­re­rin der Re­gio­nal­di­rek­ti­on der Bun­des­agen­tur für Ar­beit, Jut­ta Cor­dt, am Diens­tag in Pots­dam ei­ne ent­spre­chen­de Ko­ope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung.

Ziel sei es, so auch die Rück­fall­quo­te un­ter den Ex-In­haf­tier­ten zu sen­ken, sag­te Jus­tiz­mi­nis­ter Ste­fan Lud­wig (Lin­ke) am Diens­tag in Pots­dam.

"Wir wol­len ei­nen Bei­trag da­zu leis­ten, dass nach Ver­bü­ßung der Haft­stra­fe ein straf­frei­es Le­ben bes­ser mög­lich ist als vor­her."

Da­zu sol­le ein naht­lo­ser Über­gang von der Haft in ei­ne Aus­bil­dung oder ei­ne Ar­beit er­reicht wer­den, er­klär­te Lud­wig wei­ter. In­haf­tier­te oh­ne Frei­gang sol­len häu­fi­ger di­rekt in den Ge­fäng­nis­sen be­ra­ten wer­den. Auch gibt es die Über­le­gung, den In­sas­sen für den be­ruf­li­chen Be­reich ge­zielt ei­nen be­schränk­ten Zu­gang zum In­ter­net zu schaf­fen.

Mit der Ko­ope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung sol­le die zum Teil be­reits be­ste­hen­de re­gio­na­le Zu­sam­men­ar­beit ei­ne neue Qua­li­tät er­rei­chen, sag­te der Mi­nis­ter. Prin­zi­pi­ell wol­le man je­den der rund 1300 Straf­ge­fan­ge­nen in Bran­den­burg er­rei­chen.

Mit­un­ter sei je­doch die Haft­dau­er zu kurz, et­wa wenn es dar­um ge­he, ei­ne wäh­rend der Haft be­gon­ne­ne Aus­bil­dung ab­zu­schlie­ßen, er­läu­ter­te Lud­wig. Für sol­che Fäl­le wer­de die Aus­bil­dung in Teil­ab­schnit­te ge­glie­dert, so dass sie sich nach der Ent­las­sung fort­set­zen las­se. Mög­li­che Aus­bil­dungs­be­rei­che sind zum Bei­spiel Ge­bäu­de­rei­ni­gung, Gas­tro­no­mie und Bau­ge­wer­be.

Die Ge­schäfts­füh­re­rin der re­gio­na­len Ar­beits­agen­tur, Cor­dt, sag­te, die In­te­gra­ti­on in den Ar­beits­markt sei ei­ne wich­ti­ge Auf­ga­be, ge­ra­de un­ter dem Ge­sichts­punkt der Re­so­zia­li­sie­rung. Da­her wür­den Ar­beits­agen­tur und Job­cen­ter mit ih­ren An­ge­bo­ten so früh wie mög­lich an­set­zen. Ähn­li­che Ver­ein­ba­run­gen gibt es be­reits in an­de­ren Bun­des­län­dern.

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Letzte Überarbeitung: 17. August 2016

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