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Flens­bur­ger Werft baut mehr als 100 Stel­len ab

Vie­le müs­sen ge­hen, die an­de­ren be­kom­men we­ni­ger: So will die Flens­bur­ger Schiff­bau­ge­sell­schaft sie­ben Mil­lio­nen Eu­ro spa­ren - und die Werft wett­be­werbs­fä­hig ma­chen. Die Be­leg­schaft stimmt dem zu
Was soll sich bei der Werft än­dern?

30.09.2016. (dpa) - Die wirt­schaft­lich an­ge­schla­ge­ne Flens­bur­ger Schiff­bau­ge­sell­schaft (FSG) streicht kurz­fris­tig zahl­rei­che Ar­beits­plät­ze.

Die Be­leg­schaft ha­be ei­nem Sa­nie­rungs­plan zu­ge­stimmt, der un­ter an­de­rem den Ab­bau von 113 Stel­len und ei­nen Lohn­ver­zicht von 5,5 Pro­zent vor­sieht, sag­te am Don­ners­tag der ers­te Be­voll­mäch­tig­te der IG Me­tall in Flens­burg, Mi­cha­el Schmidt.

Er be­stä­tig­te da­mit ei­nen Be­richt des "Flens­bur­ger Ta­ge­blatts".

Dem Plan zu­fol­ge sol­len zu­dem ta­rif­li­che Zu­la­gen ge­stri­chen und ein neu­es Über­stun­den­sys­tem bei der FSG ein­ge­führt wer­den.

"Die ei­ne Hälf­te tra­gen die, die ge­hen müs­sen, die an­de­re Hälf­te die, die blei­ben", sag­te FSG-Ge­schäfts­füh­rer Rü­di­ger Fuchs am Abend der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Mit dem Kon­zept wür­den ins­ge­samt sie­ben Mil­lio­nen Eu­ro ein­ge­spart und die Werft zu­kunfts­fä­hig ge­macht, sag­te er. "Es han­delt sich um ei­ne Re­ge­lung mit Au­gen­maß", sag­te Fuchs, der selbst auf zehn Pro­zent sei­nes Ge­halts ver­zich­ten wol­le. Bei der Um­struk­tu­rie­rung ge­he es dar­um, "die FSG nach­hal­tig wett­be­werbs­fä­hig zu ma­chen". Da im Spe­zi­al­schiff­bau in­zwi­schen im­mer klei­ne­re Se­ri­en ge­fragt sei­en, müs­se sich die Werft stär­ker auf den Bau von Pro­to­ty­pen ein­rich­ten.

Drei­vier­tel der noch rund 760 Be­schäf­tig­ten stimm­te laut Ge­werk­schaf­ter Schmidt für die Plä­ne, um ei­ne In­sol­venz der FSG ab­zu­wen­den. "Dann hät­ten wir noch viel we­ni­ger ge­stal­ten kön­nen", sag­te Schmidt. FSG-Chef Fuchs sag­te: "Die Ein­schnit­te sind schmerz­haft, aber die Ak­zep­tanz ist da."

An­ge­sichts des ab 2017 dro­hen­den Ar­beits­platz­ver­lus­tes für 98 Mit­ar­bei­ter ver­han­deln die Par­tei­en un­ter an­de­rem über ei­ne Auf­fang­ge­sell­schaft, auch an­de­re so­zi­al­ver­träg­li­che Lö­sun­gen sei­en ge­plant. 15 wei­te­re Stel­len wür­den nicht neu be­setzt. Schmidt sag­te, mit der ge­trof­fe­nen Ver­ein­ba­rung ha­be man zu­min­dest die Aus­glie­de­rung ein­zel­ner Be­leg­schafts­tei­le ab­wen­den kön­nen.

Der nor­we­gi­sche Schiff­fahrts- und Off­shore­kon­zern Siem In­dus­tries hat­te die FSG 2014 von ei­nem Münch­ner In­ves­tor über­nom­men. Die FSG fer­tigt vor al­lem Spe­zi­al­schif­fe für die Off­shore-In­dus­trie oder für den Trans­port von Au­tos (Roll-on-Roll-off-Schif­fe). Hier­für hat­te das Un­ter­neh­men zu­letzt auch grö­ße­re Auf­trä­ge er­hal­ten. "Es hät­ten noch mehr sein müs­sen", sag­te Schmidt über die Werft, die seit Jah­ren Ver­lus­te macht.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 30. September 2016

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