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15/045a Über 300 Flug­aus­fäl­le beim Pi­lo­ten­streik - Ufo hält still

Die Ge­werk­schaf­ten bei der Luft­han­sa ver­fol­gen un­ter­schied­li­che Stra­te­gi­en: Wäh­rend die Pi­lo­ten den elf­ten Streik durch­zie­hen, ha­ben die Flug­be­glei­ter ei­nen mög­li­chen Ar­beits­kampf aus­ge­setzt
Wel­che Stra­te­gie ver­folgt die Ka­bi­nen­ge­werk­schaft?

14.02.2015. (dpa) - Bei der Luft­han­sa wird es vor­erst kei­ne Streiks des Ka­bi­nen­per­so­nals ge­ben - im Un­ter­schied zu den Pi­lo­ten, die am Frei­tag ih­ren zwei­tä­gi­gen Streik beim Toch­ter­un­ter­neh­men Ger­manwings fort­setz­ten.

Über ei­nen wei­te­ren Ver­hand­lungs­zeit­raum von zwölf Wo­chen sei­en Streiks der Ste­wards und Ste­war­des­sen aus­ge­schlos­sen, teil­te der Vor­sit­zen­de der Ka­bi­nen­ge­werk­schaft Ufo, Ni­coley Baublies, am Frei­tag in Frank­furt mit.

"Wir wol­len den Be­weis an­tre­ten, dass wir in wirk­lich tur­bu­len­ten Zei­ten auch oh­ne Ar­beits­kampf Si­cher­heit und Per­spek­ti­ven für un­se­re Mit­glie­der im Luft­han­sa-Kon­zern er­rei­chen kön­nen", be­ton­te der Ufo-Chef.

Das Un­ter­neh­men ei­nig­te sich mit der Ge­werk­schaft auf ei­nen Fahr­plan für die wei­te­ren Ver­hand­lun­gen zu ei­ner Viel­zahl von The­men, der so­ge­nann­ten Agen­da Ka­bi­ne.

Un­ter an­de­rem wur­de be­reits der Man­tel­ta­rif bis En­de 2017 ver­län­gert, wie Luft­han­sa mit­teil­te.

Kei­ne Fort­schrit­te ha­ben Luft­han­sa und Ufo nach bei­der­sei­ti­gen An­ga­ben bei der Aus­wahl ei­nes Sch­lich­ters er­zielt, der den Zwist zur Al­ters- und Über­gangs­ver­sor­gung der rund 19 000 Be­schäf­tig­ten lö­sen könn­te. Die Luft­han­sa ha­be Ufo-Vor­schlä­ge ab­ge­lehnt und selbst nur aus­ge­spro­chen wirt­schafts­na­he Per­sön­lich­kei­ten vor­ge­schla­gen, sag­te Baublies. Es wer­de nun über die Be­ru­fung ei­nes Sch­lich­ter­teams ge­spro­chen.

Bei der Luft­han­sa-Toch­ter Ger­manwings fie­len am zwei­ten Tag des Pi­lo­ten­streiks er­neut fast 40 Pro­zent der Flü­ge aus. Über bei­de Ta­ge sum­mier­te sich die Zahl der aus­ge­fal­le­nen Flü­ge auf 338 von 904 ge­plan­ten Ver­bin­dun­gen. Es sei aber am Frei­tag er­neut ge­lun­gen, mit zu­sätz­li­chen Um­bu­chun­gen auf an­de­re Flug­ge­sell­schaf­ten und die Bahn rund 80 Pro­zent der Gäs­te ans Ziel zu brin­gen, be­ton­te ein Fir­men­spre­cher in Köln. Am Sams­tag soll­te der Nor­mal­be­trieb sehr schnell wie­der hoch­ge­fah­ren wer­den, kün­dig­te er an.

Der zwei­tä­gi­ge Aus­stand der Ka­pi­tä­ne und Co-Pi­lo­ten soll­te um Mit­ter­nacht en­den. "Dann ge­ben wir der Luft­han­sa Zeit, sich viel­leicht mit ei­nem An­ge­bot bei uns zu mel­den, das dann end­lich ein­mal ver­hand­lungs­fä­hig sein soll­te", sag­te ein Spre­cher der Pi­lo­ten­ge­werk­schaft Ver­ei­ni­gung Cock­pit in Frank­furt. Die Pi­lo­ten sper­ren sich un­ter an­de­rem ge­gen ei­ne Re­form ih­rer Über­gangs­ren­ten bis zum Ren­ten­ein­tritt. Es war be­reits der elf­te Streik in die­sem Kon­flikt seit April 2014.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 8. August 2016

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