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15/331a Flug­be­glei­ter be­strei­ken Luft­han­sa noch in die­ser Wo­che er­neut

Der nächs­te Streik bei der Luft­han­sa kommt schnel­ler als er­war­tet: Die Flug­be­glei­ter schla­gen den Job­gip­fel aus und las­sen zum ers­ten Ad­vent die Ar­beit lie­gen. Das könn­te bis Weih­nach­ten so wei­ter­ge­hen
Streik viele Streikende Wie be­grün­det Ufo den er­neu­ten Streik­auf­ruf?

24.11.2015. (dpa) - Bei der Luft­han­sa steht zur Ad­vents­zeit schon wie­der ein Streik auf dem Pro­gramm.

Kei­ne zwei Wo­chen nach dem bis­lang här­tes­ten Ar­beits­kampf in der Ge­schich­te des Un­ter­neh­mens hat die Ge­werk­schaft Ufo die Flug­be­glei­ter zur er­neu­ten Ar­beits­nie­der­le­gung auf­ge­ru­fen.

Die Pas­sa­gie­re müs­sen sich auf ei­nen Streik zu­nächst an die­sem Don­ners­tag und Frei­tag (26./27. No­vem­ber) ein­rich­ten, der aber auch noch am dar­auf­fol­gen­den Mon­tag fort­ge­setzt wer­de kön­ne, wie die Ge­werk­schaft am Mon­tag in Frank­furt mit­teil­te.

Der ge­naue Um­fang ste­he noch nicht fest, wer­de aber spä­tes­tens am Diens­tag be­kannt­ge­ge­ben, sag­te Ufo-Chef Ni­coley Baublies.

Ufo be­grün­de­te den aber­ma­li­gen Streik­auf­ruf da­mit, dass bei ihr kein ver­bes­ser­tes An­ge­bot zur Al­ters- und Über­gangs­ver­sor­gung für die rund 19 000 Luft­han­sa-Flug­be­glei­ter ein­ge­gan­gen sei. Die Ge­werk­schaft hat­te dem Un­ter­neh­men nach ei­ge­nen An­ga­ben ei­ne Frist ge­setzt, die am Mon­tag­vor­mit­tag aus­ge­lau­fen sei.

Das ers­te Ad­vents­wo­chen­en­de sol­le vom Streik aus­ge­nom­men wer­den. "Wir hof­fen, dass dies end­lich zu ernst­haf­ter Be­we­gung in die­sem Ar­beits­kampf führt und wir nicht ge­zwun­gen sind, im De­zem­ber auch noch strei­ken zu müs­sen", droh­te Baublies mit wei­te­ren Aus­stän­den vor Weih­nach­ten.

Die Luft­han­sa re­agier­te be­stürzt und ent­täuscht auf die neu­er­li­che Strei­kan­kün­di­gung ih­rer Flug­be­glei­ter. "Wir sind sehr ent­täuscht, dass es sei­tens der Ge­werk­schaft of­fen­bar kei­ne Be­reit­schaft zum Dia­log gibt, ob­wohl al­len klar ist, dass wir nur in Ge­sprä­chen zu ei­ner Lö­sung fin­den kön­nen", er­klär­te Per­so­nal­vor­stand Bet­ti­na Vol­kens laut ei­ner Mit­tei­lung.

Das Un­ter­neh­men ha­be ge­ra­de erst die be­tei­lig­ten Ge­werk­schaf­ten Ver­di, Ufo und Ver­ei­ni­gung Cock­pit (VC) zu ei­nem Job­gip­fel ein­ge­la­den. So­wohl mit der VC als nun auch mit der Ufo wur­de aber kein Ein­ver­neh­men über die dort zu be­spre­chen­den The­men er­zielt.

Ufo hat­te ein Spit­zen­ge­spräch oh­ne Vor­be­din­gun­gen ver­langt. Die Ge­werk­schaft hat­te erst am 13. No­vem­ber ei­nen ein­wö­chi­gen Streik be­en­det, bei dem rund 4700 Flü­ge aus­ge­fal­len wa­ren. Be­trof­fen wa­ren et­wa 550 000 Pas­sa­gie­re. Zu­vor hat­ten die Pi­lo­ten der Luft­han­sa in bis­lang 13 Run­den seit April 2014 ge­streikt. Es geht bei bei­den Be­rufs­grup­pen um die Früh- und Be­triebs­ren­ten, die Luft­han­sa kür­zen und in der Sys­te­ma­tik um­stel­len will.

Vor­stands­chef Cars­ten Sp­ohr treibt zu­dem ei­nen grund­le­gen­den Um­bau des Luft­ver­kehrs­kon­zerns vor­an, was un­ter an­de­rem ei­nen schnel­len Aus­bau der Bil­lig­platt­form Eu­ro­wings zu­las­ten der Kern­ge­sell­schaft Luft­han­sa be­inhal­tet. De­ren Be­schäf­tig­te sol­len zu­sätz­li­che Spar­bei­trä­ge er­brin­gen, um die nun hef­tig ge­strit­ten wird. In ge­trenn­ten Ver­hand­lun­gen zu den ver­schie­de­nen Be­rufs­grup­pen im Cock­pit, in der Ka­bi­ne und am Bo­den ist es mit kei­ner der drei Ge­werk­schaf­ten bis­lang zu ei­nem Ab­schluss ge­kom­men.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. Juli 2016

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