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Flug­hä­fen Düs­sel­dorf und Köln-Bonn sol­len Don­ners­tag be­streikt wer­den

Das pri­va­te Si­cher­heits­per­so­nal an den Pas­sa­gier­kon­trol­len der Flug­hä­fen Düs­sel­dorf und Köln-Bonn legt am Don­ners­tag die Ar­beit nie­der: Pas­sa­gie­re kön­nen ei­ni­ges tun, um den Stress zu ver­rin­gern
Fluggast und Pilot auf dem Rollfeld Wie viel Pas­sa­gie­re sind von dem Streik be­trof­fen?

29.01.2015. (dpa) - An den Flug­hä­fen Düs­sel­dorf und Köln-Bonn müs­sen Pas­sa­gie­re am Don­ners­tag we­gen ei­nes Streiks des pri­va­ten Si­cher­heits­per­so­nals mit Flug­aus­fäl­len und Ver­spä­tun­gen rech­nen.

Die Air­ports emp­fah­len am Mitt­woch den Flug­gäs­ten, sich vor der An­rei­se un­be­dingt bei ih­rer Flug­li­nie oder beim Rei­se­ver­an­stal­ter über den ak­tu­el­len Stand ih­res Flu­ges zu in­for­mie­ren.

Die Ge­sell­schaft Air Ber­lin ver­öf­fent­lich­te ei­nen Son­der­flug­plan.

Mit der früh­zei­ti­gen An­kün­di­gung des Streiks woll­te die Ge­werk­schaft Ver­di den Flug­gäs­ten die Mög­lich­keit zum Um­bu­chen ge­ben. Al­lein in Düs­sel­dorf sind am Don­ners­tag rund 530 Flug­be­we­gun­gen ge­plant.

Der Air­port rech­net mit ins­ge­samt 48 000 Pas­sa­gie­ren. Man ha­be sich ge­mein­sam mit Air­lines und Be­hör­den best­mög­lich auf den Streik vor­be­rei­tet, be­ton­te ein Flug­ha­fen-Spre­cher. Den­noch müss­ten Pas­sa­gie­re mit län­ge­ren War­te­zei­ten und Flug­aus­fäl­len rech­nen. Sie wür­den ge­be­ten, früh­zei­tig zum Flug­ha­fen zu kom­men und das Hand­ge­päck auf ein Mi­ni­mum zu re­du­zie­ren. Es sei mit er­heb­li­chen Ver­zö­ge­run­gen bei den Pas­sa­gier­kon­trol­len zu rech­nen.

Der Flug­ha­fen Köln/Bonn teil­te am Mitt­woch­abend mit, dass am Don­ners­tag 34 Ab­flü­ge und 2 An­künf­te aus­fie­len. Au­ßer­dem sei mit Ver­spä­tun­gen zu rech­nen. Pas­sa­gie­re wur­den ge­be­ten, sich im In­ter­net auf der Web­site ih­rer Air­line über den Sta­tus ih­res Flugs zu er­kun­di­gen. Der Air­port Köln/Bonn hat au­ßer­dem ei­ne te­le­fo­ni­sche Hot­line (02203-404000) ein­ge­rich­tet. Der Flug­ha­fen bit­tet al­le Gäs­te, mög­lichst auf Hand­ge­päck zu ver­zich­ten.

Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­re­rin An­drea Be­cker be­ton­te: «Nach drei er­geb­nis­lo­sen Ver­hand­lungs­run­den ist der ganz­tä­gi­ge Streik die letz­te und erns­te Mah­nung an die Ar­beit­ge­ber, den not­wen­di­gen Schritt auf die Be­schäf­tig­ten zu­zu­ge­hen.»

Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bun­des­ver­ban­des der Si­cher­heits­wirt­schaft, Ha­rald Ol­schok, warf Ver­di vor, Zehn­tau­sen­de von Flug­gäs­ten in Gei­sel­haft zu neh­men. Da­durch wer­de der Luft­fahrt­stand­ort Deutsch­land nach­hal­tig ge­schä­digt.

Ver­di for­dert in den Ta­rif­ver­hand­lun­gen für das Wach- und Si­cher­heits­ge­wer­be Lohn­er­hö­hun­gen zwi­schen 1,50 Eu­ro und 2,50 Eu­ro pro St­un­de. Die Si­cher­heits­bran­che müs­se ta­rif­po­li­tisch neu auf­ge­stellt wer­den, ver­lang­te Be­cker: "Qua­li­fi­zier­te Ar­beit und mo­ti­vier­te Be­schäf­tig­te an Flug­hä­fen und in an­de­ren sen­si­blen Be­rei­chen kann man nur bei an­ge­mes­se­nen Löh­nen er­war­ten."

Die nächs­te Ver­hand­lungs­run­de fin­det an Rhein und Ruhr am 5. Fe­bru­ar

in Ra­tin­gen statt. In Ham­burg, Nie­der­sach­sen und Ba­den-Würt­tem­berg ver­han­delt Ver­di zur­zeit eben­falls für die Be­schäf­tig­ten der Bran­che.

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag hat­te Ver­di be­reits das Si­cher­heits­per­so­nal am Stutt­gar­ter und am Ham­bur­ger Flug­ha­fen zu Ar­beits­nie­der­le­gun­gen auf­ge­ru­fen. Dort war es zu Ge­drän­ge und lan­gen War­te­schlan­gen ge­kom­men.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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