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ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/031

Flug­lot­sen bla­sen Streik ab - Kla­gen zei­gen Wir­kung

Der Pro­test der Flug­lot­sen ge­gen EU-Plä­ne zur Luft­raum­re­form ver­läuft zu­neh­mend chao­tisch: Die deut­sche Ge­werk­schaft hat ih­ren Mi­ni-Streik ab­ge­sagt, weil die fran­zö­si­schen Kol­le­gen ih­ren Auf­ruf zu­rück­ge­nom­men ha­ben
Die Slots sind wie­der frei.

25.01.2014. (dpa) - Flug­gäs­te kön­nen durch­at­men: Die Ge­fahr weit­rei­chen­der und lan­ger Streiks der eu­ro­päi­schen Flug­lot­sen scheint für die kom­men­de Wo­che ge­bannt.

In Frank­reich und in Deutsch­land ha­ben am Frei­tag zwei Ge­werk­schaf­ten ih­re Streik­auf­ru­fe für die kom­men­de Wo­che zu­rück­ge­nom­men.

Die Flug­si­che­rung, die Luft­han­sa wie auch wei­te­re Flug­ge­sell­schaf­ten hat­ten be­reits mit der Pla­nung von Er­satz­flug­plä­nen be­gon­nen.

Die deut­sche Ge­werk­schaft der Flug­si­che­rung (GdF) hat­te ih­ren Auf­ruf an rund 2000 Flug­lot­sen als ein­stün­di­gen Un­ter­stüt­zungs­streik für ih­re fran­zö­si­schen Kol­le­gen der SNC­TA de­kla­riert. Da­mit woll­te sie den An­schein ei­nes po­li­ti­schen Streiks ver­mei­den. Die­se sind in Deutsch­land ver­bo­ten. Als am Vor­mit­tag die SNC­TA ih­ren auf fünf Ta­ge an­ge­leg­ten Ar­beits­kampf ab­blies, ent­fiel da­mit auch der Un­ter­stüt­zungs­grund, die GdF nahm ih­rer­seits den Auf­ruf zu­rück.

Die Deut­sche Flug­si­che­rung und Luft­han­sa ha­ben den GdF-Streik­plan in zwei ge­trenn­ten Ver­fah­ren ju­ris­tisch an­ge­grif­fen und woll­ten ihn von den Ar­beits­ge­rich­ten in Frank­furt und Mün­chen über­prü­fen las­sen. Die für Mon­tag an­ge­setz­te münd­li­che Ver­hand­lung in Frank­furt ist nun über­flüs­sig. Die Luft­han­sa hat­te mit dem ho­hen Scha­den ar­gu­men­tiert, der durch ei­nen Streik ei­ner klei­nen Be­rufs­grup­pe ent­ste­hen wür­de. Die Flug­gäs­te blie­ben auf­ge­ru­fen, sich über et­wai­ge Flug­ab­sa­gen oder Ver­spä­tun­gen auf der In­ter­net-Prä­senz luft­han­sa.com zu in­for­mie­ren.

Die Pro­tes­te der Lot­sen mit ih­rem Dach­ver­band ATCEUC rich­ten sich ge­gen EU-Plä­ne zur Li­be­ra­li­sie­rung des eu­ro­päi­schen Luft­raums mit bis­lang noch 28 na­tio­na­len Flug­si­che­run­gen. Die meist staat­li­chen An­bie­ter sol­len die Ge­büh­ren sen­ken und mehr Ver­kehr ab­wi­ckeln. Die Ge­werk­schaf­ten se­hen hin­ge­gen Si­cher­heits- und Ka­pa­zi­täts­pro­ble­me, die nach ih­rer Dar­stel­lung teils schon auf fal­schen Be­rech­nungs­grund­la­gen fuß­ten.

Die Ge­werk­schaf­ten sind sich aber of­fen­sicht­lich nicht ei­nig. In Frank­reich hiel­ten zwei wei­te­re Ar­beit­neh­mer­or­ga­ni­sa­tio­nen ih­re Streik­auf­ru­fe für Don­ners­tag auf­recht. Auch die Lot­sen in Ita­li­en, Spa­ni­en, Por­tu­gal und Ös­ter­reich woll­ten für ih­re Be­lan­ge strei­ken.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 28. Juli 2016

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