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Ga­bri­el: Di­gi­ta­ler Wan­del er­for­dert mehr Of­fen­heit und Kom­pe­tenz

Der di­gi­ta­le Wan­del ist beim Mit­tel­stand noch nicht so an­ge­kom­men, wie Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Ga­bri­el das für nö­tig hält: Auf ei­nem ers­ten Mit­tel­stands­tag zu dem The­ma wirbt er für Of­fen­heit ge­gen­über der neu­en Tech­no­lo­gie
Bildschirmarbeit Die Di­gi­ta­li­sie­rung hat den Ar­beits­all­tag ver­än­dert

23.10.2015. (dpa) - Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Ga­bri­el (SPD) ap­pel­liert an klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men, sich ver­stärkt dem di­gi­ta­len Wan­del zu öff­nen. Mit Sor­ge ha­be er Um­fra­gen zur Kennt­nis ge­nom­men, wo­nach we­ni­ger als die Hälf­te der klei­nen und mitt­le­ren Un­ter­neh­men im Ma­schi­nen­bau das The­ma Di­gi­ta­li­sie­rung als ih­re Kern­kom­pe­tenz be­zeich­ne­ten, sag­te Ga­bri­el am Don­ners­tag beim bun­des­weit ers­ten Mit­tel­stands­tag zum The­ma In­dus­trie 4.0 in Kai­sers­lau­tern. «Das ist na­tür­lich ei­ne ge­fähr­lich Sicht­wei­se.» Denn den di­gi­ta­len Wan­del kön­ne man ge­nau so we­nig auf­hal­ten «wie das Wet­ter von mor­gen».

«Wir brau­chen eher Of­fen­heit und ei­nen ge­wis­sen Fort­schritt­s­op­ti­mis­mus, wenn wir den di­gi­ta­len Wan­del ak­tiv und zu un­se­rem Nut­zen ge­stal­ten wol­len», er­gänz­te er. Die Un­ter­neh­men müss­ten au­ßer­dem mehr Kom­pe­tenz in die­ser Sa­che ent­wi­ckeln, da­mit sie bei der Ver­mark­tung ih­rer Pro­duk­te selbst Re­gie füh­ren könn­ten - und die­sen Part nicht an ei­ne Platt­form im In­ter­net ab­tre­ten müss­ten. «Was wir brau­chen ist ei­ne hö­he­re Be­ur­tei­lungs­kom­pe­tenz die­ser ver­än­der­ten Wert­schöp­fungs­ket­ten, da­mit wir sie sel­ber be­herr­schen und nicht ab­hän­gig wer­den von ei­ni­gen gro­ßen Da­ten­kon­zer­nen.»

Die Po­li­tik ha­be die Auf­ga­be, da­für zu sor­gen, dass die Be­schäf­tig­ten in den Be­trie­ben die ent­spre­chen­de Fort- und Wei­ter­bil­dung be­kä­men, um mit den neu­en An­for­de­run­gen klar­zu­kom­men, sag­te die rhein­land-pfäl­zi­sche Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Ma­lu Drey­er (SPD). Beim The­ma In­dus­trie 4.0 wer­de viel zu oft an den Ver­lust von Ar­beits­plät­zen ge­dacht. Da­von ge­he die Po­li­tik aber nicht aus. «Wir ge­hen von ei­ner gro­ßen Ver­än­de­rung des Ar­beits­le­bens aus.» «In­dus­trie 4.0» ist der Über­be­griff für die Ver­net­zung von Ma­schi­nen und Ge­gen­stän­den mit­tels mo­derns­ter In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik.

Hil­fe beim Weg in die In­dus­trie 4.0 sol­len klei­nen und mitt­le­ren Un­ter­neh­men künf­tig bun­des­weit fünf Kom­pe­tenz­zen­tren bie­ten. Zu den aus­sichts­rei­chen An­wär­tern ge­hört die Tech­no­lo­gie-Initia­ti­ve Smart­fac­to­ry KL, die eng mit dem Deut­schen For­schungs­zen­trum für Künst­li­che In­tel­li­genz in Kai­sers­lau­tern ver­bun­den ist. Ga­bri­el be­such­te mit Drey­er in der Smart­fac­to­ry ei­ne di­gi­tal ver­netz­te Pro­duk­ti­on. «Wir sind im Mo­ment welt­weit füh­rend in die­sen Din­gen», sag­te der Smart­fac­to­ry-Vor­stands­chef Prof. Det­lef Zühl­ke.

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Letzte Überarbeitung: 26. Mai 2016

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