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We­ni­ger Geld für Post-Neu­ein­stei­ger? - Ver­di bleibt ge­las­sen

Die Post will mehr Geld ver­die­nen und denkt da­bei auch an nied­ri­ge­re Ge­häl­ter für Neu­ein­stei­ger. Die Ge­werk­schaft lässt das kalt: So et­was müs­se man erst ein­mal in Ta­rif­ver­hand­lun­gen durch­set­zen
Plausch am Postschalter Wird die Deut­sche Post nied­ri­ge­re Ge­häl­ter durch­set­zen kön­nen?

29.07.2014. (dpa) - Die Deut­sche Post denkt of­fen über nied­ri­ge­re Ge­häl­ter für neue Mit­ar­bei­ter nach.

"Wir zah­len heu­te un­se­ren Mit­ar­bei­tern teil­wei­se dop­pelt so viel wie un­se­re Wett­be­wer­ber", sag­te Vor­stands­chef Frank Ap­pel der "Süd­deut­schen Zei­tung" (Mon­tag).

Da­bei stie­gen auf dem Hei­mat­markt die Um­sät­ze, nicht aber die Ge­win­ne.

"Des­halb wer­den wir uns da­mit be­schäf­ti­gen müs­sen, ob neue Mit­ar­bei­ter das glei­che Ge­halts­ni­veau ha­ben kön­nen wie die, die schon 30 Jah­re da­bei sind", sag­te Ap­pel.

Die Ge­werk­schaft Ver­di re­agier­te ge­las­sen. Ap­pel ha­be sich schon mehr­fach zur Un­zeit mit ta­rif­po­li­ti­schen Vor­stel­lun­gen ge­mel­det, die dann doch nicht rea­li­siert wor­den sei­en, sag­te ein Spre­cher des Ver­di-Bun­des­ver­ban­des.

Der ak­tu­el­le Ta­rif­ver­trag für die Ge­häl­ter läuft bis En­de Mai 2015. "Wir sind da ganz ent­spannt", sag­te der Ver­di-Spre­cher. Die Ge­werk­schaft sei bei der Post gut or­ga­ni­siert. Ak­tu­ell ge­be es über­haupt kei­nen Ge­sprächs­be­darf.

Ap­pel sag­te in dem In­ter­view wei­ter, auch heu­ti­ge Mit­ar­bei­ter könn­ten ih­ren Bei­trag zur Kos­ten­sen­kung leis­ten. "Das wird nicht al­len ge­fal­len", mut­maß­te der Ma­na­ger. Er wol­le sei­ne Zie­le al­ler­dings nicht ge­gen, son­dern mit den Be­schäf­tig­ten er­rei­chen.

Der Kon­zern mit welt­weit 430 000 Be­schäf­tig­ten hat­te im ver­gan­ge­nen Jahr rund 55 Mil­li­ar­den Eu­ro Um­satz er­zielt und den Über­schuss um 27 Pro­zent auf 2,1 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­stei­gert. Nach den im April vor­ge­stell­ten Plä­nen des Ma­nage­ments soll der ope­ra­ti­ve Ge­winn (Ebit) von 2,9 Mil­li­ar­den Eu­ro im ver­gan­ge­nen Jahr auf über 5 Mil­li­ar­den Eu­ro bis zum Jahr 2020 an­stei­gen. Die Post prüft auch ei­ne er­neu­te mo­de­ra­te An­he­bung des Por­tos für 2015. "Im Herbst wer­den wir prü­fen, ob wir beim Brief­por­to ei­ne Preis­an­pas­sung vor­neh­men müs­sen", hat­te Post­vor­stand Jür­gen Ger­des En­de Ju­ni der "Rhei­ni­schen Post" ge­sagt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 31. März 2015

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