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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/075

Gen­der Pay Gap wird klei­ner

Die Ver­dienst­un­ter­schie­de zwi­schen Frau­en und Män­nern wer­den ge­rin­ger. Den­noch füh­ren Struk­tur­un­ter­schie­de und schlech­ter be­zahl­te "Frau­en­be­ru­fe" zu ei­ner Ge­halts­lü­cke.
Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen, Gender Pay Gap

14.03.2017. (dpa/wie) - An­läss­lich des Equal Pay Day am 18.03.2017 hat das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt ei­nen ak­tu­el­len Ver­gleich der Brut­to­stun­den­ver­diens­te von Frau­en und Män­nern an­ge­stellt.

Als Er­geb­nis für das Jahr 2016 wur­de ein durch­schnitt­li­cher St­un­den­lohn von 16,26 Eu­ro bei den Frau­en und 20,71 Eu­ro bei den Män­nern prä­sen­tiert.

Der sich dar­aus er­ge­ben­de Un­ter­schied von 21 Pro­zent ist da­mit ge­gen­über den Jah­ren 2014 und 2015 um ei­nen Pro­zent ge­sun­ken.

Drei Vier­tel des so­ge­nann­ten Gen­der Pay Gaps las­sen sich auf struk­tu­rel­le Un­ter­schie­de zu­rück­füh­ren. So wer­den Jobs in der In­dus­trie "im Durch­schnitt bes­ser ver­gü­tet als bei­spiels­wei­se im Ge­sund­heits­we­sen", stellt Oli­ver Stet­tes vom ar­beit­ge­ber­na­hen In­sti­tut der deut­schen Wirt­schaft in Köln fest. Frau­en sind je­doch in den tech­ni­schen Bran­chen deut­lich we­ni­ger ver­tre­ten.

Hin­zu kom­men un­gleich ver­teil­te Ar­beits­platz­an­for­de­run­gen hin­sicht­lich Füh­rung und Qua­li­fi­ka­ti­on. Dar­über hin­aus sind Frau­en häu­fi­ger als Män­ner teil­zeit- oder ge­ring­fü­gig an­ge­stellt und sel­te­ner in Füh­rungs­po­si­tio­nen be­schäf­tigt.

Be­rei­nigt man den Gen­der Pay Gap um die­se As­pek­te, bleibt ei­ne Ge­halts­lü­cke von sechs Pro­zent. Die­se be­schreibt den Ver­dienst­un­ter­schied zwi­schen Frau­en und Män­nern bei ver­gleich­ba­rer Qua­li­fi­ka­ti­on und Tä­tig­keit. Der be­rei­nig­te Gen­der Pay Gap wird al­le vier Jah­re auf Ba­sis der Ver­dienst­struk­tur­er­he­bung er­stellt.

Der neu­er­li­che Ver­gleich der Brut­to­stun­den­ver­diens­te zeigt al­so ei­nen lang­sa­men aber sicht­ba­ren Trend hin zur Gleich­be­hand­lung der Ge­schlech­ter be­zo­gen auf das Ein­kom­men.

Be­ste­hen bleibt je­doch die un­glei­che Ver­gü­tung in den je­wei­li­gen Bran­chen und die ge­rin­ge­re Prä­senz von Frau­en in Füh­rungs­po­si­ti­on. Ers­te­res er­klärt Oli­ver Stet­tes "mit der Wert­schät­zung des Pro­duk­tes durch die Kun­den". Viel hän­ge an der Zah­lungs­be­reit­schaft der Men­schen.

Bun­des­mi­nis­te­rin Ma­nue­la Schwe­sig ar­bei­tet mit der Frau­en­quo­te in Füh­rungs­po­si­tio­nen und dem ge­plan­ten Ge­setz für mehr Lohn­ge­rech­tig­keit wei­ter an der Schlie­ßung der Lü­cke.


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Letzte Überarbeitung: 15. November 2017

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