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ARBEITSRECHT AKTUELL // 15/131

Ge­walt am Ar­beits­platz: "Vie­le schä­men sich und schwei­gen"

Ein Fahr­gast pö­belt, oder ein Pa­ti­ent haut plötz­lich zu: Im Be­rufs­all­tag er­le­ben Ar­beit­neh­mer im­mer wie­der Ag­gres­sio­nen und Ge­walt. Wich­tig ist, nicht die Schuld nur bei sich zu su­chen
Arbeitnehmer Krawatte Mitte Wie soll man mit der Ge­walt um­ge­hen?

22.05.2015. (dpa) - Be­schimp­fun­gen und tät­li­che Über­grif­fe er­le­ben ei­ni­ge Be­rufs­tä­ti­ge im­mer wie­der.

Da ist zum Bei­spiel ein ver­wirr­ter Pa­ti­ent, der das Es­sen­s­ta­blett vor dem Kran­ken­pfle­ger weg­wirft oder ein Fahr­gast, der den Schaff­ner be­lei­digt.

"Vie­le schä­men sich dann und schwei­gen", sagt Hei­ke Scham­bort­ski von der Be­rufs­ge­nos­sen­schaft für Ge­sund­heits­dienst und Wohl­fahrts­pfle­ge.

Statt mit dem Vor­fall al­lein zu blei­ben, emp­fiehlt sie, mit dem Vor­ge­setz­ten und den Kol­le­gen of­fen dar­über zu re­den.

Nur wenn über die Si­tua­tio­nen ge­spro­chen wird, kann die Lei­tung Ge­gen­maß­nah­men er­grei­fen. Au­ßer­dem ent­las­tet das Ge­spräch mit den Kol­le­gen, und häu­fig ha­ben die­se wert­vol­le Tipps, wie sie mit sol­chen Si­tua­tio­nen um­ge­hen.

Die Scham rührt häu­fig von dem Ge­fühl her, ver­sagt zu ha­ben. Die Sor­ge ist groß, dass kom­pe­ten­te­re Ar­beit­neh­mer die Si­tua­ti­on bes­ser be­herrscht hät­ten. Man­cher be­fürch­tet, als Schwäch­ling dar­zu­ste­hen, weil er sich zum Bei­spiel Be­lei­di­gun­gen zu Her­zen nimmt. Doch wer die Vor­fäl­le tot­schweigt, än­dert nichts.

In der Si­tua­ti­on selbst soll­ten Mit­ar­bei­ter auf je­den Fall ver­mei­den, den Hel­den zu spie­len. "Am bes­ten ist es, kurz die Si­tua­ti­on zu ver­las­sen und ei­ne räum­li­che Dis­tanz zu schaf­fen", rät Scham­bort­ski. So ha­ben Be­schäf­tig­te Zeit, durch­zu­schnau­fen und die Si­tua­ti­on zu re­flek­tie­ren.

Wich­tig sei auch, Pro­vo­ka­tio­nen zu ver­mei­den. Statt zum Bei­spiel dem auf­ge­brach­ten Pa­ti­en­ten zu wi­der­spre­chen, ist es bes­ser ihm zu­zu­stim­men und nach Lö­sungs­mög­lich­kei­ten zu su­chen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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