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ARBEITSRECHT AKTUELL // 13/362

Ge­werk­schaft will al­ters­ge­rech­te Ar­beits­plät­ze für Forst­leu­te

"Alt wie ein Baum" heißt ein Hit der Puh­dys. Man­che Wald­ar­bei­ter den­ken da wo­mög­lich an ihr ei­ge­nes Schick­sal: Bis zur Ren­te müs­sen sie ei­nen kör­per­lich an­stren­gen­den Job be­wäl­ti­gen. Ih­re Ge­werk­schaft will das än­dern
Wie kann ei­ne Über­al­te­rung ab­ge­fe­dert wer­den?

07.12.2013. (dpa) - Die Ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Um­welt for­dert al­ters­ge­rech­te Ar­beits­plät­ze im Forst und will das mit ei­nem "De­mo­gra­fie-Ta­rif­ver­trag" er­rei­chen.

Im Kern soll es da­bei um ei­ne Al­ters­teil­zeit­re­ge­lung ge­hen.

"Wir sind aber auch be­reit, über al­le an­de­ren Din­ge zur spre­chen", sag­te Be­zirks­chef Jörg Bo­row­ski am Frei­tag der Nach­rich­ten­agen­tur dpa.

Denk­bar wä­re, jun­ge Forst­ar­bei­ter für kör­per­lich schwe­re Tä­tig­keit ein­zu­set­zen und äl­te­re Kol­le­gen an an­de­ren Stel­len.

"Im Forst müs­sen sich Alt und Jung glei­cher­ma­ßen gut auf­ge­ho­ben füh­len."

Laut Ge­werk­schaft liegt das Durch­schnitts­al­ter der rund 600 säch­si­schen Wald­ar­bei­ter bei 55 Jah­ren.

Bo­row­ski zu­fol­ge droht im Wald ein "Ü55-Pro­blem". "Die säch­si­sche Forst­wirt­schaft sieht alt aus - zu­min­dest, wenn es um die Be­schäf­ti­gungs­si­tua­ti­on der Wald­ar­bei­ter geht. Da muss drin­gend et­was pas­sie­ren", er­klär­te der Be­zirks­lei­ter. Er ver­wies auf ent­spre­chen­de Al­ters­teil­zeit­re­ge­lun­gen für Lan­des­be­schäf­tig­te in Sach­sen-An­halt und Nie­der­sach­sen und for­der­te Sach­sen auf, die­sem Bei­spiel zu fol­gen.

Die Kol­le­gen in den Wäl­dern leis­te­ten schwe­re kör­per­li­che Ar­beit - bei Wind und Wet­ter. "Das kann kei­ner bis 67 Jah­re schaf­fen." Ein "De­mo­gra­fie-Ta­rif­ver­trag" müs­se die Schaf­fung al­ters­ge­rech­ter Ar­beits­plät­ze fest­schrei­ben.

Um die Über­al­te­rung der Be­leg­schaft im säch­si­schen Forst zu stop­pen, müss­ten Azu­bis nach Ab­schluss der Leh­re un­be­fris­tet über­nom­men wer­den, hieß es wei­ter. "Die Ju­gend­li­chen brau­chen ei­ne si­che­re und fes­te Job-Per­spek­ti­ve. Und der Forst braucht Nach­wuchs", sag­te Bo­row­ski.

Der­zeit er­hiel­ten die Be­trof­fe­nen nach der Leh­re nur Ver­trä­ge, die auf ma­xi­mal zwei Jah­re be­fris­tet sind - oh­ne Ver­län­ge­rungs­op­ti­on und die Chan­ce auf Ent­fris­tung. Am 11. De­zem­ber will die Ge­werk­schaft mit Um­welt- und Agrar­mi­nis­ter Frank Kup­fer (CDU) zu­sam­men­tref­fen, um die For­de­run­gen zu be­spre­chen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 26. August 2016

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