HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 13/149

Ge­werk­schaft: Be­triebs­rä­te bei Bur­ger King un­ter Druck

Für schnel­les Es­sen ist Bur­ger King be­kannt. Jetzt will die Ham­bur­ger-Ket­te of­fen­bar auch bei den Be­triebs­rä­ten kur­zen Pro­zess ma­chen: Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen sol­len nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben kur­zer­hand ge­kün­digt wor­den sein
Sitzung des Betriebsrats, Betriebsratsversammlung Droht bei Bur­ger King die Zer­schla­gung von Be­triebs­rä­ten?

28.05.2013. (dpa) - Bei Bur­ger King droht nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben ei­ne Zer­schla­gung vie­ler Be­triebs­rä­te.

Nach der Über­nah­me von 91 Fi­lia­len durch die Fir­ma Yi-Ko aus Sta­de wer­de die Ar­beit der Be­triebs­rä­te mas­siv be­hin­dert, be­rich­te­te die Ge­werk­schaft Nah­rung Ge­nuss Gast­stät­ten (NGG) am Mon­tag in Nürn­berg.

Der neue In­ha­ber der Bur­ger King GmbH mit über 3000 Be­schäf­tig­ten ha­be sämt­li­che Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen ge­kün­digt.

Dies geht auch aus ei­ner ver­trau­li­chen Mail von Yi-Ko Ge­schäfts­füh­rer Er­gün Yil­diz her­vor, die der Nach­rich­ten­agen­tur dpa vor­liegt. Bei Yi-Ko war zu­nächst nie­mand für ei­ne Stel­lung­nah­me zu er­rei­chen.

Bur­ger King hat­te den Fran­chise-Neh­mer Er­gün Yil­diz An­fang Mai als er­fah­re­nen Re­stau­rant­be­trei­ber vor­ge­stellt, "der seit mehr als ei­ner De­ka­de sei­ne Lei­den­schaft für die Mar­ke un­ter Be­weis stellt".

Nun soll Yil­diz der NGG zu­fol­ge aber an­ge­ord­net ha­ben, dass Be­triebs­rats­ar­beit nicht mehr in der Zeit­er­fas­sung re­gis­triert wer­den darf und so­mit auch nicht mehr be­zahlt wird. Ge­werk­schafts­se­kre­tär Jan Kör­per kün­dig­te mas­si­ven Wi­der­stand der NGG an. Er glaubt nicht an den Er­folg für Yi-Ko: "Auf die­se Wei­se kann man kein kun­den­ori­en­tier­tes Un­ter­neh­men füh­ren." Das sei be­triebs­wirt­schaft­li­cher Wahn­sinn.

Im Raum Nürn­berg konn­ten die Rech­te der Bur­ger King-Mit­ar­bei­ter da­ge­gen ge­stärkt wer­den: Für die zwölf Re­stau­rants gibt es dort seit Mon­tag erst­mals ei­nen Be­triebs­rat. "Der Fran­chise-Neh­mer vor Ort hat das Pro­jekt vor­bild­lich un­ter­stützt", lob­te Kör­per. Der frisch­ge­ba­cke­ne Be­triebs­rats-Vor­sit­zen­de Vi­ta­li Zel­ler äu­ßer­te sich am ers­ten Tag zu­frie­den: "Es sind eher Klei­nig­kei­ten, die wir an­pa­cken wol­len."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de