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Ge­werk­schaft: Sie­mens streicht in Ber­lin ins­ge­samt 800 Stel­len

In der Bun­des­haupt­stadt hat der Elek­tro­kon­zern ei­nen sei­ner größ­ten Stand­or­te: Das Gas­tur­bi­nen­werk zählt zu sei­nen Aus­hän­ge­schil­dern. Doch die neu­en Plä­ne des Vor­stands sor­gen für Un­ru­he
Fünf Arbeitnehmer Wel­che Ab­tei­lun­gen sind be­trof­fen?

08.05.2015. (dpa) - Im Ber­li­ner Gas­tur­bi­nen­werk von Sie­mens ist nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben gut je­der fünf­te Ar­beits­platz be­droht.

Die am Mitt­woch an­ge­kün­dig­ten neu­en Kür­zungs­plä­ne trä­fen 400 Be­schäf­tig­te im Ber­li­ner Gas­tur­bi­nen­werk.

"Es sind nun ins­ge­samt 800 Ar­beits­plät­ze, die hier weg­fal­len sol­len", sag­te der Ers­te Be­voll­mäch­tig­te der IG-Me­tall Ber­lin, Klaus Abel, am Mitt­woch der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Im dem Werk in Sie­mens­stadt ar­bei­ten 3800 Men­schen.

Ins­ge­samt be­schäf­tigt der Kon­zern an sei­nem welt­weit größ­ten Pro­duk­ti­ons­stand­ort und Grün­dungs­ort rund 12 000 Men­schen.

Sie­mens woll­te sich am Mitt­woch zu ein­zel­nen Stand­or­ten nicht äu­ßern. Der Elek­tro­kon­zern be­fin­det sich in ei­nem ra­di­ka­len Um­bau. Vor­stands­chef Joe Ka­e­ser will den Kon­zern, der schon län­ger Wett­be­wer­bern wie dem US-Erz­ri­va­len Ge­ne­ral Electric hin­ter­her­hinkt, pro­fi­ta­bler ma­chen. Welt­weit sol­len ins­ge­samt 13 100 Ar­beits­plät­ze weg­fal­len, da­von 5100 in Deutsch­land.

Sie­mens kämpft im Strom­er­zeu­gungs­ge­schäft mit ei­nem schwie­ri­gen Markt­um­feld mit Preis­ver­fall und ei­ner Nach­fra­ge­flau­te bei gro­ßen Gas­tur­bi­nen. Be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen soll es aber nicht ge­ben.

"Die En­er­gie­wen­de kommt nicht über­ra­schend", kri­ti­sier­te Abel. Das Ma­nage­ment in Mün­chen ha­be die Markt­ent­wick­lung aus­ge­ses­sen. Die IG Me­tall kün­dig­te für nächs­te Wo­che bun­des­wei­te Ak­ti­ons­ta­ge ge­gen die Plä­ne des Vor­stands an. "Aus un­se­rer Sicht ver­spie­len sie die Zu­kunft von Sie­mens für kurz­fris­ti­ge Ge­win­ne und stei­gen­de Ak­ti­en­kur­se", sag­te Abel.

Ge­stri­chen wer­den soll in Ber­lin nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben vor al­lem in Ver­wal­tung und Qua­li­täts­ma­nage­ment. Zu­dem wol­le Sie­mens vie­le Kom­po­nen­ten nicht mehr selbst her­stel­len, son­dern bei an­de­ren An­bie­tern ein­kau­fen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 15. September 2016

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