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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/047

Flug­ge­sell­schaf­ten ver­kla­gen Ge­werk­schaft we­gen Strei­kan­dro­hung

3,2 Mil­lio­nen EUR Scha­dens­er­satz: Flug­ge­sell­schaf­ten ver­kla­gen die Ge­werk­schaft für Flug­si­che­rung
Das könn­te teu­er wer­den: Flug­ge­sell­schaf­ten ver­kla­gen Ge­werk­schaft

31.01.2012 (dpa) - Luft­han­sa, Air Ber­lin und Rya­n­air ver­kla­gen nach ei­nem Zei­tungs­be­richt die Ge­werk­schaft der Flug­si­che­rung auf 3,2 Mil­lio­nen EUR Scha­dens­er­satz. Grund sei­en die Schä­den, die der Ar­beits­kampf der Flug­lot­sen im ver­gan­ge­nen Jahr an­geb­lich ver­ur­sacht ha­be, be­rich­te­te die "Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung".

Zwar wur­de wäh­rend des Ta­rif­streits zwi­schen Lot­sen und Flug­si­che­rung im Som­mer 2011 letzt­lich gar nicht ge­streikt, weil der Ta­rif­kon­flikt mit ei­ner Sch­lich­tung en­de­te. Aber al­lein we­gen der Streik­dro­hung der Flug­lot­sen hät­ten die Flug­gäs­te mas­sen­haft ih­re Bu­chun­gen stor­niert, heißt es laut dem Be­richt in der Kla­ge­schrift. Die Ar­beits­kampf­tak­tik der Lot­sen, die zu­dem rechts­wid­ri­ge Zie­le ver­folgt hät­ten, sei "wirt­schaft­lich ge­zielt" ge­gen die Flug­ge­sell­schaf­ten ge­rich­tet ge­we­sen und ha­be wie ei­ne "par­ti­el­le Be­triebs­blo­cka­de" ge­wirkt.

Luft­han­sa be­stä­tig­te die Kla­ge. "Wir ha­ben sie schon En­de letz­ten Jah­res ein­ge­reicht", sag­te Spre­che­rin Clau­dia Lan­ge der dpa. Zur Hö­he des ge­for­der­ten Scha­dens­er­sat­zes mach­te sie al­ler­dings kei­ne An­ga­ben. Luft­han­sa sei in dem Ta­rif­streit ein un­be­tei­lig­ter Drit­te ge­we­sen, ha­be aber gro­ße Schä­den er­lit­ten.

Ein Spre­cher der Lots­en­ge­werk­schaft kri­ti­sier­te die drei Flug­ge­sell­schaf­ten: Wenn ih­re Kla­ge er­folg­reich wä­re, könn­te das Streik­recht gleich ab­ge­schafft wer­den. Zah­lun­gen für ei­nen Streik, den es nie ge­ge­ben ha­be, wä­ren ab­surd, be­ton­te er.

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Letzte Überarbeitung: 28. Juli 2016

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