HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 15/228

Auch Gold soll bald fair ge­han­delt wer­den

Schon zu Weih­nach­ten könn­te auf dem Gold­schmuck un­ter dem Weih­nachts­baum das Fair­tra­de-Sie­gel pran­gen: Das soll hel­fen, die Ar­beits­be­din­gun­gen der Mi­nen­ar­bei­ter zu ver­bes­sern
Pause Bauarbeiter Was kann durch "Fair­tra­de" ver­bes­sert wer­den?

22.08.2015. (dpa) - Nach Kaf­fee und Scho­ko­la­de soll es nun bald auch Gold mit dem Fair­tra­de-Sie­gel ge­ben.

Recht­zei­tig zum Weih­nachts­ge­schäft will der Ver­ein Fair­tra­de dem fair ge­han­del­ten Gold den Weg in die Ju­we­lier­ge­schäf­te eb­nen und da­mit die Ar­beits­be­din­gun­gen für Mi­nen­ar­bei­ter und ih­re Fa­mi­li­en ver­bes­sern, wie Ver­eins­spre­che­rin Clau­dia Brück am Frei­tag er­klär­te.

Zu­erst hat­te der "Spie­gel" (Sams­tag) über die Plä­ne des Ver­eins be­rich­tet.

In Schmuck­ge­schäf­ten in Groß­bri­tan­ni­en und der Schweiz kön­nen Ver­brau­cher Brück zu­fol­ge schon heu­te fair ge­han­del­tes Gold kau­fen. In Deutsch­land sei Fair­tra­de nun in Ver­hand­lun­gen mit Schei­de­an­stal­ten und Ju­we­lie­ren. "Wir hof­fen, dass der Schmuck dann schon un­ter dem Weih­nachts­baum lie­gen kann", sag­te Brück.

Ziel von Fair­tra­de ist es, die sehr pre­kä­ren Ar­beits­be­din­gun­gen der Mi­nen­ar­bei­ter im klein­ge­werb­li­chen Gold­ab­bau zu ver­bes­sern und Kin­der­ar­beit zu ver­hin­dern. Zen­tral da­bei sind ein ga­ran­tier­ter Min­dest­preis, ei­ne dar­über hin­aus­ge­hen­de Fair­tra­de-Prä­mie von 2000 US-Dol­lar pro Ki­lo­gramm Gold, die für Ge­mein­schafts­pro­jek­te wie Schu­len und Ge­sund­heits­zen­tren so­wie die Ver­bes­se­rung be­trieb­li­cher Ar­beits­ab­läu­fe be­stimmt ist, so­wie die Ein­hal­tung von Schutz­be­stim­mun­gen. Die Ar­bei­ter sei­en oft ge­fähr­li­chen und un­hy­gie­ni­schen Be­din­gun­gen aus­ge­setzt, be­tont der Ver­ein.

Die ers­ten Fair­tra­de-Pro­du­zen­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen im klein­ge­werb­li­chen Gold­sek­tor be­fin­den sich in Pe­ru und Ko­lum­bi­en. Neue Pro­jek­te mit Or­ga­ni­sa­tio­nen in Ost­afri­ka sei­en der­zeit in der Pi­lot­pha­se, be­rich­te­te der Ver­ein. "Wenn heu­te ein gro­ßer Ju­we­lier sagt, ich möch­te um­stei­gen, könn­ten wird das Gold sehr schnell zur Ver­fü­gung stel­len", mein­te Brück. Laut Fair­tra­de sind welt­weit mehr als 100 Mil­lio­nen Men­schen di­rekt oder in­di­rekt vom klein­ge­werb­li­chen Gold­ab­bau ab­hän­gig.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de