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We­ni­ger Hartz-IV-Kla­gen beim Ber­li­ner So­zi­al­ge­richt

Bei den So­zi­al­rich­tern in Ber­lin kom­men vie­le Pro­ble­me an, sie spü­ren die Brenn­punk­te der ge­sell­schaft­li­chen Ent­wick­lung deut­lich: Zu­letzt wand­ten sich auch et­li­che Flücht­lin­ge an das Ge­richt und such­ten Hil­fe
Akten Wie konn­ten die Rechts­strei­tig­kei­ten ab­ge­baut wer­den?

07.05.2016. (dpa) - Am deutsch­land­weit größ­ten So­zi­al­ge­richt in Ber­lin nimmt die Zahl der Hartz-IV-Kla­gen wei­ter ab.

Ver­gli­chen mit 2011 wa­ren es im ver­gan­ge­nen Jahr knapp 30 Pro­zent we­ni­ger, teil­ten Jus­tiz­se­na­tor Tho­mas Heil­mann (CDU) und die Bun­des­agen­tur für Ar­beit am Frei­tag mit.

Der Se­na­tor und Ar­beits­agen­tur-Che­fin Jut­ta Cor­dt se­hen das dem­nach als Er­folg ei­nes ge­mein­sa­men Pro­jekts zum Ab­bau von Rechts­strei­tig­kei­ten.

Be­schei­de der Job­cen­ter sei­en ver­ständ­li­cher for­mu­liert, Be­trof­fe­ne wür­den zei­ti­ger bei der Klä­rung of­fe­ner Fra­gen ein­be­zo­gen.

"Kla­gen auf­grund von Miss­ver­ständ­nis­sen ‎re­du­zier­ten sich da­durch", so Cor­dt. "Wir ha­ben al­le an ei­nem Strang ge­zo­gen und das hilft al­len", be­ton­te Heil­mann. Die neu ge­schaf­fe­nen Struk­tu­ren könn­ten auch in Zu­kunft hilf­reich sein.

Wäh­rend 2011 noch 29.275 Kla­gen zu der Ar­beits­markt­re­form ein­gin­gen, wa­ren es laut Mit­tei­lung im Vor­jahr noch 20.580. Um jetzt al­te Fäl­le schnel­ler ab­zu­ar­bei­ten, be­kommt das Ge­richt laut Heil­mann in die­sem Jahr sie­ben zu­sätz­li­che Rich­ter­stel­len.

Der Jus­tiz­se­na­tor rech­ne­te aber da­mit, dass sich künf­tig im­mer mehr an­er­kann­te Flücht­lin­ge an das So­zi­al­ge­richt wen­den.

Nach Ge­richts­an­ga­ben wur­den von Sep­tem­ber bis De­zem­ber 2015 rund 350 Fäl­le von Flücht­lin­gen re­gis­triert. Im Ja­nu­ar die­ses Jah­res lan­de­ten al­lein 248 neue Kla­gen oder An­trä­ge auf einst­wei­li­gen Rechts­schutz beim So­zi­al­ge­richt, wie ein Spre­cher am Frei­tag sag­te. Es ging meist um die Ge­wäh­rung ei­ner Un­ter­kunft oder um Leis­tun­gen zur Si­che­rung des Le­bens­un­ter­halts.

Doch da­nach sei­en die Zah­len wie­der deut­lich zu­rück­ge­gan­gen - im Fe­bru­ar wa­ren es noch 97 neue Fäl­le, im März 41, so der Spre­cher. Als Grund des Rück­gangs wird ver­mu­tet, dass jetzt deut­lich we­ni­ger Flücht­lin­ge in der Haupt­stadt an­kom­men.

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Letzte Überarbeitung: 31. August 2016

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