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Hew­lett-Pa­ckard will wei­te­re Stel­len in Deutsch­land strei­chen

Nach dem Aus für den Stand­ort Rüs­sels­heim geht der Spar­kurs des IT-Kon­zerns Hew­lett-Pa­ckard wei­ter: In Deutsch­land fal­len nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben Hun­der­te Stel­len weg
Bildschirmarbeit Was wird aus den An­ge­stell­ten von Hew­lett-Pa­ckard?

11.02.2014. (dpa) - Der IT-Kon­zern Hew­lett-Pa­ckard (HP) will nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben in Deutsch­land noch ein­mal meh­re­re Hun­dert Ar­beits­plät­ze strei­chen.

Es ge­he um mehr als 500 Stel­len, die län­ger­fris­tig weg­fal­len sol­len, sag­te der HP-Un­ter­neh­mens­be­auf­trag­te der Ge­werk­schaft IG Me­tall, Jo­han­nes Katz­an, am Mon­tag.

Sie sei­en Teil des eu­ro­pa­wei­ten Ab­baus von 7000 Stel­len, der dem eu­ro­päi­schen Be­triebs­rat im Herbst mit­ge­teilt wor­den war.

Zu­vor hat­ten "Wirt­schafts­wo­che" und "Stutt­gar­ter Nach­rich­ten" über den Ab­bau von rund 600 Stel­len be­rich­tet.

Ein Un­ter­neh­mens­spre­cher konn­te die Zahl nicht be­stä­ti­gen. Die Ge­schäfts­füh­rung ver­han­de­le der­zeit mit den zu­stän­di­gen Gre­mi­en über ein Frei­wil­li­gen­pro­gramm, das Ab­fin­dun­gen, aber auch Al­ters­teil­zeit be­inhal­te, sag­te er. Es ge­be aber kei­ne Ziel­grö­ßen für ein­zel­ne Stand­or­te.

HP ist ei­ner der welt­weit größ­ten Her­stel­ler von PCs, Dru­ckern und Ser­vern und be­schäf­tigt in Deutsch­land rund 9000 Mit­ar­bei­ter. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren war der IT-Kon­zern un­ter Druck ge­ra­ten. HP lei­det mehr als die Kon­kur­renz un­ter der Flau­te im PC-Ge­schäft. Weil mehr Ver­brau­cher zu Ta­blets und Smart­pho­nes grei­fen, geht die Nach­fra­ge nach Com­pu­tern zu­rück. Im ver­gan­ge­nen Ge­schäfts­jahr, das im Ok­to­ber en­de­te, wa­ren die Um­sät­ze von HP um 7 Pro­zent auf 112,3 Mil­li­ar­den Dol­lar ge­schrumpft.

HP-Che­fin Meg Whit­mann hat­te des­halb bei ih­rem An­tritt vor gut zwei Jah­ren ei­nen tief­grei­fen­den Um­bau an­ge­sto­ßen. An­fang 2014 hat­te der Kon­zern noch ein­mal an­ge­kün­digt, dass welt­weit statt der bis­her ge­plan­ten 29 000 nun 34 000 Ar­beits­plät­ze weg­fal­len sol­len. Nach An­ga­ben der Kon­zern­zen­tra­le im ka­li­for­ni­schen Pa­lo Al­to wa­ren bis Ok­to­ber im Rah­men des Spar­pro­gramms welt­weit be­reits 24 600 Stel­len ge­stri­chen wor­den. Üb­rig blie­ben 317 500 Mit­ar­bei­ter.

In Deutsch­land hat­te das Un­ter­neh­men zu­nächst an­ge­kün­digt 450 Stel­len strei­chen zu wol­len. Dann hat­te man im ver­gan­ge­nen Jahr die Schlie­ßung des Stand­orts Rüs­sels­heim be­schlos­sen, was et­wa 1100 Stel­len kos­ten soll­te. Der neue Stel­len­ab­bau kom­me nun hin­zu, sag­te Katz­an. Er sei aber Teil ei­ner län­ge­ren Um­struk­tu­rie­rung. "Wir ver­las­sen uns auf die Aus­sa­ge des Ma­nage­ments, dass es dies­mal kei­ne Stand­ort­schlie­ßun­gen und be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen gibt."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. März 2014

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