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Hoch­tief treibt Um­bau in Eu­ro­pa vor­an - Stel­len­ab­bau

Noch in die­sem Jahr will Hoch­tief den Um­bau sei­nes Eu­ro­pa­ge­schäfts weit­ge­hend ab­schlie­ßen: Die Fol­gen für die Be­schäf­tig­ten sind im­mer noch un­klar. Schwer­punkt des Job­ab­baus soll Deutsch­land sein
Schild vor Rollgitter WIR SCHLIESSEN Wie viel Ar­beits­plät­ze wer­den be­trof­fen sein?

14.11.2013. (dpa) - Der zum spa­ni­schen ACS-Kon­zern ge­hö­ren­de Bau­kon­zern Hoch­tief drückt beim Um­bau in Eu­ro­pa aufs Tem­po und will mit ei­nem Stel­len­ab­bau die Kos­ten sen­ken.

Da­zu ha­be Hoch­tief be­reits mit dem Be­triebs­rat und der Ge­werk­schaft IG Bau ei­nen Ta­rif­ver­trag un­ter­schrie­ben, schrieb Un­ter­neh­mens­chef Mar­ce­li­no Fernán­dez Ver­des in ei­nem Ak­tio­närs­brief am Mitt­woch.

Wie vie­le Stel­len ge­stri­chen wer­den sol­len, ist aber wei­ter­hin un­klar.

Un­ter­neh­mens­na­hen Krei­sen zu­fol­ge könn­ten bis zu 1000 Ar­beits­plät­ze be­trof­fen sein.

Schwer­punkt der Stel­len­strei­chun­gen soll Deutsch­land sein.

Der Um­bau sol­le bis zum Jah­res­en­de "wei­test­ge­hend ab­ge­schlos­sen" sein, kün­dig­te das Un­ter­neh­men an. Die Kos­ten für die Re­struk­tu­rie­rung des Eu­ro­pa-Ge­schäfts be­zif­fer­te der Kon­zern­chef auf rund 100 Mil­lio­nen Eu­ro. Dem sol­len künf­tig jähr­li­che Kos­ten­ein­spa­run­gen von 40 bis 60 Mil­lio­nen Eu­ro ge­gen­über­ste­hen.

Der­zeit be­schäf­tigt Hoch­tief bei welt­weit knapp 80 000 Mit­ar­bei­tern noch mehr als 9000 Men­schen in sei­nem Ge­schäfts­be­reich Eu­ro­pa, rund 5000 da­von in Deutsch­land. Vor al­lem durch den Ver­kauf der Ser­vice­spar­te an das fran­zö­si­sche Un­ter­neh­men Spie hat­te sich die Be­schäf­tig­ten­zahl im Eu­ro­pa-Ge­schäft des Un­ter­neh­mens in die­sem Jahr be­reits um mehr als ein Drit­tel re­du­ziert.

Der spa­ni­sche Hoch­tief-Chef leg­te in sei­nem Brief an die Ak­tio­nä­re ein aus­drück­li­ches Be­kennt­nis zum "Hei­mat­markt Deutsch­land" ab. "Zum ei­nen ist es hier durch­aus mög­lich, mit at­trak­ti­ven Pro­jek­ten gu­te Ren­di­ten zu er­zie­len, zum an­de­ren hel­fen uns die her­vor­ra­gen­den Re­fe­ren­zen aus Deutsch­land auch im in­ter­na­tio­na­len Ge­schäft", so Fernán­dez.

Im drit­ten Quar­tal des lau­fen­den Ge­schäfts­jah­res hat­te der Kon­zern deut­lich we­ni­ger ver­dient als ein Jahr zu­vor. Ne­ben ei­nem star­ken Eu­ro be­las­te­ten Ab­schrei­bun­gen auf die Leigh­ton-Im­mo­bi­li­en­toch­ter De­vi­ne und Kos­ten für den Um­bau in Eu­ro­pa den Ge­winn. Zu­dem hat­te Hoch­tief im Vor­jahr von Ver­käu­fen pro­fi­tiert.

Un­ter dem Strich be­trug der Ge­winn 24,2 Mil­lio­nen Eu­ro. Im Vor­jah­res­zeit­raum hat­te Hoch­tief ei­nen Über­schuss in Hö­he von 140,4 Mil­lio­nen Eu­ro aus­ge­wie­sen. Der Um­satz schrumpf­te von 6,5 Mil­li­ar­den auf knapp 5,8 Mil­li­ar­den Eu­ro. Für das Ge­samt­jahr 2013 peilt das Un­ter­neh­men wei­ter ei­nen Kon­zern­ge­winn zwi­schen 160 bis 200 Mil­lio­nen Eu­ro an. Die Hoch­tief-Ak­tie leg­te bis zum Mit­tag deut­lich um knapp 2,7 Pro­zent zu.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 7. Dezember 2013

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