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IG-Me­tall fürch­tet um die Zu­kunft von Opel in ganz Eu­ro­pa

IG Me­tall: Bei Opel geht es ums Gan­ze
Schild vor Rollgitter WIR SCHLIESSEN Har­te Sa­nie­run­gen bei Opel: Was wird üb­rig blei­ben?
27.06.2012 (dpa) - Bei den Ver­hand­lun­gen zur Sa­nie­rung des Au­to­her­stel­lers Opel steht nach Auf­fas­sung der IG Me­tall die Zu­kunft des ge­sam­ten Un­ter­neh­mens auf dem Spiel. Man spre­che mit dem Mut­ter­kon­zern Ge­ne­ral Mo­tors nicht über ein­zel­ne Stand­or­te, son­dern über das kom­plet­te Un­ter­neh­men, er­klär­te der Frank­fur­ter IG-Me­tall-Be­zirks­lei­ter Ar­min Schild am Diens­tag. Da­zu ge­hör­ten Per­spek­ti­ven für al­le Stand­or­te in­klu­si­ve des von der Schlie­ßung be­droh­ten Werks in Bo­chum. Die Sa­nie­rung, de­ren zen­tra­les Ziel die Stei­ge­rung des Markt­an­teils in Eu­ro­pa sein müs­se, wer­de nur mit der Be­leg­schaft ge­lin­gen, nicht ge­gen sie.

Der­zeit führt die IG Me­tall mit dem Opel-Ma­nage­ment Ver­hand­lun­gen über die Zeit nach 2014, wenn der ak­tu­el­le Stand­ort­si­che­rungs­pakt aus­läuft. Vor­be­din­gung war ei­ne wei­te­re Be­schäf­ti­gungs­ga­ran­tie für die vier deut­schen Wer­ke bis 2016.

Die Ta­rif­er­hö­hung von 4,3 Pro­zent ab Mai für die rund 22.000 Be­schäf­tig­ten in Deutsch­land wird zu­nächst bis Ok­to­ber ge­stun­det, könn­te aber im Fal­le ei­ner Nicht­ei­ni­gung in vol­ler Hö­he an die Be­leg­schaft aus­ge­zahlt wer­den, sag­te Schild, der gleich­zei­tig im Auf­sichts­rat von Opel sitzt. "Das wä­re zwar ei­ne fet­te Ein­mal­zah­lung für al­le, aber auch der An­fang vom En­de des Un­ter­neh­mens." Kon­kret wer­de der­zeit an fle­xi­ble­ren Ar­beits­zeit­mo­del­len ge­ar­bei­tet, mit de­nen bes­ser auf die schwan­ken­de Aus­las­tung der Fa­bri­ken re­agiert wer­den kön­ne.

Schild ver­lang­te mehr Mo­del­le und Va­ri­an­ten für die Mar­ke Opel/Vaux­hall, de­ren Zu­kunft auf dem eu­ro­päi­schen Markt ent­schie­den wer­de. "Der Markt be­steht doch nur noch aus Ni­schen." Ex­por­te in au­ßer­eu­ro­päi­sche Märk­te wie auch die Pro­duk­ti­on von an­de­ren GM-Kon­zern­mo­del­len in Deutsch­land könn­ten bes­ten­falls das Ri­si­ko mi­ni­mie­ren und die Aus­las­tung der Wer­ke sta­bi­li­sie­ren. "Die Schlacht um die Zu­kunft von Opel wird in Eu­ro­pa ge­won­nen."

Die Pro­duk­ti­on im rus­si­schen St. Pe­ters­burg sieht Schild we­ni­ger kri­tisch als der Bo­chu­mer Be­triebs­rats­chef Rai­ner Ei­nen­kel. Dort wür­den vor­wie­gend spe­zi­fi­sche Au­tos für den rus­si­schen Markt pro­du­ziert. Dar­in lie­ge nicht die Zu­kunft der deut­schen Stand­or­te.

Opel-Chef Karl-Fried­rich Stra­cke will sein in Grund­zü­gen be­reits be­kann­tes Sa­nie­rungs­kon­zept am Don­ners­tag im Auf­sichts­rat der Adam Opel AG vor­stel­len. Schild zeig­te sich op­ti­mis­tisch, dass man zu gu­ten Lö­sun­gen kom­men wer­de. Bei Ge­ne­ral Mo­tors ha­be ein po­si­ti­ver Lern­pro­zess ein­ge­setzt.

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Letzte Überarbeitung: 30. September 2016

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