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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/273

IG Me­tall legt For­de­run­gen für Ta­rif­ver­hand­lun­gen fest

Ei­ne deut­li­che Ent­gelt­stei­ge­rung und ein An­spruch auf be­fris­te­te Ar­beits­zeit­ver­rin­ge­rung mit Lohn­aus­gleich sind die Kern­punk­te des For­de­rungs­ka­ta­logs, den die IG Me­tall nun be­schlos­sen hat.
Schweißer, Industrie

27.10.2017. (dpa/wie) - Die For­de­run­gen der Ge­werk­schaft für die kom­men­den Ta­rif­ver­hand­lun­gen in der Me­tall- und Elek­tro­bran­che sind schon seit ei­ner Wei­le be­kannt. Am Don­ners­tag hat der Bun­des­vor­stand der IG Me­tall in Frank­furt ei­nen ent­spre­chen­den Be­schluss ge­fasst und die bis­he­ri­gen Ta­rif­ver­trä­ge ge­kün­digt.

Auf ei­ner Ge­werk­schafts­kon­fe­renz En­de Ju­ni hat­te man sich be­reits auf ei­nen Fahr­plan hin­sicht­lich neu­er Ar­beits­zeit­re­ge­lun­gen ver­stän­digt (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/172 Ge­werk­schafts­kon­fe­renz der IG Me­tall zum The­ma Ar­beits­zeit). Im ver­gan­ge­nen Mo­nat be­fürch­te­te Süd­west­me­tall-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Peer-Mi­cha­el Dick zu­dem noch hö­he­re Ent­gelt­for­de­run­gen als in den vo­ri­gen Ta­rif­run­den (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/237 Süd­west-Me­tall be­fürch­tet schwe­re Ta­rif­run­de).

Nun macht die größ­te deut­sche Ge­werk­schaft ernst. Für die 3,9 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­ten der Bran­che soll es sechs Pro­zent mehr Geld ge­ben. Au­ßer­dem ver­langt die IG Me­tall ein in­di­vi­du­el­les Recht, die Wo­chen­ar­beits­zeit für ma­xi­mal zwei Jah­re auf 28 St­un­den zu re­du­zie­ren.

Wäh­rend der be­fris­te­ten Ar­beits­zeit­ver­rin­ge­rung sol­len die Un­ter­neh­men für be­stimm­te Ar­beit­neh­mer, dar­un­ter Schicht­ar­bei­ter, El­tern jun­ger Kin­der und Pfle­gen­de, Zu­schüs­se zwi­schen 750 und 2.400 Eu­ro als Lohn­aus­gleich zah­len. "Der ge­for­der­te Frei­zeit­zu­schuss ist ei­ne Still­le­ge­prä­mie für Fach­kräf­te. Mehr Geld für Nichts­tun wird es mit uns nicht ge­ben", be­ton­te Ge­samt­me­tall-Prä­si­dent Rai­ner Dul­ger.

Ge­ne­rell sei­en die For­de­run­gen nicht er­füll­bar, da die Be­trie­be be­reits jetzt hän­de­rin­gend nach Fach­kräf­ten su­chen wür­den, so Dul­ger wei­ter. Der IG-Me­tall-Chef, Jörg Hof­mann, er­klär­te, dass die­ses Mo­dell ge­ra­de ein In­stru­ment ge­gen den Fach­kräf­te­man­gel sei.

Ob Ar­beit­ge­ber und Ge­werk­schaft zu­sam­men­fin­den wer­den, wird sich mit Be­ginn der Ver­hand­lun­gen am 15.11.2017 un­ter an­de­rem in Ba­den-Würt­tem­berg zei­gen. Bun­des­wei­te Streiks sind nach dem En­de der Frie­dens­pflicht ab dem 01.01.2018 mög­lich.


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Letzte Überarbeitung: 28. März 2018

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