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ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/056

IG Bau for­dert 5,9 Pro­zent mehr Geld für Bau­ar­bei­ter

Am Bau zeich­net sich ein hef­ti­ger Ta­rif­kon­flikt ab: Die IG Bau geht an den obe­ren Rand der For­de­run­gen in die­sem Ta­rif­jahr und traut sich mehr zu als die IG Me­tall
Wie viel Pro­zent mehr Geld sol­len Bau­ar­bei­ter be­kom­men?

17.02.2016. (dpa) - Mit ei­ner For­de­rung nach 5,9 Pro­zent mehr Geld zieht die IG Bau in die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für mehr als 770.000 Bau­ar­bei­ter.

Die Ge­werk­schaft be­grün­de­te die Hö­he ih­rer For­de­rung mit der sehr gut lau­fen­den Bau­kon­junk­tur und den ho­hen ge­plan­ten In­ves­ti­tio­nen.

Ins­be­son­de­re wol­le man nur für ei­ne kur­ze Lauf­zeit von zwölf Mo­na­ten ab­schlie­ßen, sag­te Ver­hand­lungs­füh­rer Diet­mar Schä­fers am Diens­tag in Frank­furt nach der Sit­zung der Ta­rif­kom­mis­si­on.

Die Bran­che rech­ne für 2016 mit ei­nem vom Woh­nungs­bau ge­trie­be­nen Um­satz­wachs­tum von drei Pro­zent. "2017 wird noch bes­ser!", sag­te der IG-Bau-Vi­ze, was auf ei­ne er­neut kräf­ti­ge For­de­rung im kom­men­den Jahr schlie­ßen lässt. Die Ge­werk­schaft will in den ak­tu­el­len Ver­hand­lun­gen zu­dem ei­ne Aus­gleichs­kom­po­nen­te für die im­mer noch ge­rin­ger be­zahl­ten Be­schäf­tig­ten im Os­ten und für die Aus­zu­bil­den­den ei­nen mo­nat­li­chen Auf­schlag von 100 Eu­ro er­rei­chen. Im ers­ten Lehr­jahr wür­de die Ver­gü­tung im Wes­ten da­mit auf gut 800 Eu­ro im Mo­nat stei­gen. Auch sol­len Sil­ves­ter und Hei­lig­abend bei vol­len Be­zü­gen ar­beits­frei ge­stellt wer­den.

Die For­de­rung liegt am obe­ren Rand im bis­he­ri­gen Ta­rif­jahr. Die IG Me­tall dis­ku­tiert der­zeit noch über ei­nen Rah­men zwi­schen 4,5 und 5 Pro­zent für die deut­sche Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie.

Die Ar­beit­ge­ber kri­ti­sier­ten die For­de­rung als "sehr hoch". Ihr stün­den wei­ter­hin die sehr nied­ri­gen Um­satz­ren­di­ten der Un­ter­neh­men ent­ge­gen, er­klär­te der Ver­hand­lungs­füh­rer und Vi­ze­prä­si­dent des Zen­tral­ver­ban­des des Deut­schen Bau­ge­wer­bes, Frank Du­pré, in Ber­lin. Es be­ste­he nach wie vor ein ho­her Wett­be­werbs­druck, der wei­ter­hin über die Prei­se aus­ge­tra­gen wer­de. Der Kos­ten­wett­be­werb wer­de vor al­lem auf dem Rü­cken der ta­rif­ge­bun­de­nen Be­trie­be aus­ge­tra­gen. Es ge­be kei­nen Ver­tei­lungs­spiel­raum für Lohn­er­hö­hun­gen. Die Ver­hand­lun­gen be­gin­nen am 15. März in Ber­lin.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. September 2016

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