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IG Me­tall be­fürch­tet Ab­bau von bis zu 1800 Stel­len in Sprin­ter-Werk

Un­ru­he im Düs­sel­dor­fer Daim­ler-Werk: Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter be­fürch­ten ei­ne Ver­la­ge­rung von Stel­len ins Aus­land. Es könn­ten bis zu 1800 der ins­ge­samt 6500 Stel­len be­trof­fen sein. Die IG Me­tall warnt so­gar vor ei­nem mög­li­chen Damm­bruch in der deut­sche Au­to­mo­bil­bran­che
Fließband, Automobilindustrie, Montage Was steckt hin­ter den Sor­gen der IG Me­tall?

23.09.2014. (dpa) - Die IG Me­tall be­fürch­tet den Ab­bau von bis zu 1800 Stel­len im Düs­sel­dor­fer Sprin­ter-Werk der Daim­ler AG.

Kon­kret be­steht die Sor­ge, dass ein Teil der Pro­duk­ti­on des pro­fi­ta­blen Düs­sel­dor­fer Werks ins Aus­land ver­la­gert wer­den könn­te.

Da­von könn­te ei­ne kom­plet­te Schicht in dem Werk mit 6500 Be­schäf­tig­ten be­trof­fen sein, sag­te ei­ne IG Me­tall-Spre­che­rin am Mon­tag in Düs­sel­dorf.

Be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen sei­en in dem Un­ter­neh­men je­doch bis En­de 2016 aus­ge­schlos­sen.

Ein Daim­ler-Spre­cher hat­te zu­vor be­tont, der Stand­ort sei nicht in­fra­ge ge­stellt. "Es gibt bis­her kei­ne Ent­schei­dun­gen. Man steht voll und ganz zum Werk Düs­sel­dorf und wird kräf­tig in die Zu­kunft des Wer­kes in­ves­tie­ren."

Die IG Me­tall NRW be­fürch­tet so­gar, dass ei­ne mög­li­che Ver­la­ge­rung von Pro­duk­ti­ons­tei­len ins Aus­land Schu­le ma­chen könn­te: "Wir be­fürch­ten ei­nen Damm­bruch", sag­te der Be­voll­mäch­tig­te der IG Me­tall Düs­sel­dorf-Neuss, Ni­hat Öz­türk, der "West­deut­schen All­ge­mei­nen Zei­tung" ("WAZ", Mon­tag). Bis­lang sei die In­ter­na­tio­na­li­sie­rung der deut­schen Au­to­kon­zer­ne nicht zu­las­ten hei­mi­scher Stand­or­te er­folgt. "Soll­te Daim­ler da­von ab­rü­cken, wä­re kein Werk mehr si­cher", sag­te er der "WAZ". In die­se Rich­tung hat­te sich Öz­türk zu­vor auch in der "Rhei­ni­schen Post" (Wo­chen­end­aus­ga­be) ge­äu­ßert.

Der Daim­ler-Spre­cher hin­ge­gen be­ton­te, man ge­he da­von aus, dass der nord­ame­ri­ka­ni­sche Trans­por­ter-Markt wei­ter kräf­tig wach­sen wer­de. "Be­son­ders die USA und Ka­na­da sind sehr at­trak­ti­ve Märk­te für die gro­ßen Trans­por­ter in der Sum­me und für den Sprin­ter im Be­son­de­ren", hat­te er der dpa am Sonn­tag ge­sagt. Vor die­sem Hin­ter­grund spre­che die Ge­schäfts­füh­rung von Mer­ce­des-Benz Vans mit Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tern über die zu­künf­ti­ge Pro­duk­ti­ons­stra­te­gie für die nächs­te Sprin­ter-Ge­ne­ra­ti­on. Da­bei sei­en ver­schie­de­ne Sze­na­ri­en er­läu­tert wor­den.

Mer­ce­des-Benz Vans hat 2013 knapp 24 000 Fahr­zeu­ge in die USA ab­ge­setzt. Da­von stammt ein Groß­teil aus dem Düs­sel­dor­fer Werk, das 2013 ins­ge­samt mehr als 150 000 Fahr­zeu­ge her­stell­te. Pro Pro­duk­ti­ons­tag ver­las­sen ak­tu­ell 725 Fahr­zeu­ge das Sprin­ter-Werk. An­ge­sichts ho­her Schutz­zöl­le der Ver­ei­nig­ten Staa­ten wer­den die für den US-Markt be­stimm­ten Sprin­ter nach ih­rem Bau in Mo­du­le zer­legt und in Charles­ton (South Ca­ro­li­na) wie­der zu­sam­men­ge­setzt. Dies er­zeugt al­ler­dings auch er­heb­li­che Kos­ten. Der Spre­cher be­ton­te, auch über ei­nen mög­li­chen Pro­duk­ti­ons­stand­ort für den nord­ame­ri­ka­ni­schen Markt ge­be es kei­ne Ent­schei­dung.

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Letzte Überarbeitung: 1. Januar 2015

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