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ARBEITSRECHT AKTUELL // 13/124

IG Me­tall ruft in 13 Be­trie­ben zu Warn­streiks auf

2,3 Pro­zent mehr Geld ist der IG Me­tall zu we­nig: Sie for­dert für die 770 000 baye­ri­schen Be­schäf­tig­ten der Bran­che ei­nen Auf­schlag von 5,5 Pro­zent. Um ih­ren For­de­run­gen Nach­druck zu ver­lei­hen, ruft sie nun in meh­re­ren Be­trie­ben zu Warn­streiks auf
Sitzung des Betriebsrats, Betriebsratsversammlung Ist ein Auf­schlag von 5,5 Pro­zent mög­lich?

02.05.2013. (dpa) - Die IG Me­tall in Bay­ern ruft die Be­schäf­tig­ten von 13 Be­trie­ben an die­sem Don­ners­tag zu Warn­streiks auf.

Hin­ter­grund ist der Ta­rif­kon­flikt in der baye­ri­schen Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie; die Frie­dens­pflicht war in der Nacht zum 1. Mai ab­ge­lau­fen.

Schwer­punk­te der ak­tu­el­len Ak­tio­nen sei­en ZF-Wer­ke in Pas­sau und Tyrnau so­wie meh­re­re Wer­ke der Fir­ma Gram­mer in der Ober­pfalz, er­läu­ter­te ein Ge­werk­schafts­spre­cher am Mitt­woch­abend.

Dar­über hin­aus ge­be es ver­ein­zel­te Warn­streiks in Nord­schwa­ben, Ost­o­ber­fran­ken, Mün­chen und Schwan­dorf. Ins­ge­samt dürf­ten im Lau­fe des Ta­ges rund 3000 Be­schäf­tig­te vor­über­ge­hend die Ar­beit nie­der­le­gen.

Bis zur nächs­ten Ver­hand­lungs­run­de mit den Ar­beit­ge­bern am 8. Mai in Nürn­berg will die Ge­werk­schaft die Ak­tio­nen nun lan­des­weit aus­deh­nen und zu­neh­mend stei­gern. Die IG Me­tall for­dert wie in al­len Ta­rif­be­zir­ken auch in Bay­ern 5,5 Pro­zent mehr Geld für die 770 000 Be­schäf­tig­ten der wich­tigs­ten In­dus­trie im Frei­staat.

Die Ar­beit­ge­ber bie­ten 2,3 Pro­zent, al­ler­dings bei ei­ner län­ge­ren Lauf­zeit und zwei Null­mo­na­ten.

Bay­erns IG Me­tall-Chef Jür­gen Wechs­ler kri­ti­sier­te, an­ge­sichts der län­ge­ren Lauf­zeit und der Null­mo­na­te brin­ge das An­ge­bot der Ge­gen­sei­te ge­ra­de ein­mal 1,9 Pro­zent mehr Geld. Bei mehr als 50 Mil­li­ar­den Eu­ro Net­to­ge­win­nen der Un­ter­neh­men im letz­ten Jahr ver­wei­ger­ten sich die Ar­beit­ge­ber da­mit ei­ner ge­rech­ten Be­tei­li­gung der Ar­beit­neh­mer.

Die Ar­beit­ge­ber hin­ge­gen warn­ten die Ge­werk­schaft vor ei­nem "Spiel mit dem Feu­er". In ei­nem Brief hat­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des baye­ri­schen Ar­beit­ge­ber­ver­bands vbm, Ber­tram Bros­sardt, ar­gu­men­tiert, der Er­folg der In­dus­trie dür­fe nicht durch über­zo­ge­ne Lohn­for­de­run­gen ge­fähr­det wer­den.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

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