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IG Me­tall Küs­te will mehr Selbst­be­stim­mung über Ar­beits­zeit

In den meis­ten Be­trie­ben legt der Chef die Ar­beits­zeit fest: Vie­len Me­tal­lern ge­fällt die­ses Mo­dell nicht mehr. Ar­beit­neh­mer woll­ten selbst be­stim­men, wann sie wie viel ar­bei­ten, meint die IG Me­tall Küs­te
Betriebsratsanhörung Dür­fen Mit­ar­bei­ter künf­tig bei der Ge­stal­tung ih­rer Ar­beits­zeit mehr mit­be­stim­men?

02.06.2016.(dpa) - Die künf­ti­ge Ge­stal­tung der Ar­beits­zeit steht im Mit­tel­punkt der Be­zirks­kon­fe­renz der IG Me­tall Küs­te.

Es ge­he vor al­lem um mehr Zeit­sou­ve­rä­ni­tät des Ein­zel­nen, sag­te der Be­zirks­lei­ter der Ge­werk­schaft, Mein­hard Gei­ken, der Deut­schen Pres­se-Agen­tur vor dem Tref­fen am Don­ners­tag.

"Die Be­schäf­tig­ten sind nicht ge­ne­rell ge­gen Fle­xi­bi­li­sie­rung, aber sie ha­ben ein Pro­blem da­mit, dass sie über ih­re Ar­beits­zeit und die Zei­ten, in de­nen sie zu­sätz­lich ar­bei­ten, nicht frei be­stim­men kön­nen."

Un­ter dem Mot­to "Mein Le­ben - Mei­ne Zeit" wol­len die rund 300 De­le­gier­ten und Gäs­te in Tim­men­dor­fer Strand bis Frei­tag über den The­men­kom­plex dis­ku­tie­ren, der nach An­sicht der Ge­werk­schaft die künf­ti­ge Ta­rif­po­li­tik be­stim­men wird. Am Frei­tag ist ei­ne De­bat­te über die In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen ge­plant.

"Die Be­schäf­tig­ten wün­schen sich Ar­beits­zei­ten, die plan­bar und stär­ker an ih­re in­di­vi­du­el­len Le­bens­si­tua­tio­nen an­ge­passt sind", sag­te Gei­ken. "Es geht um mehr Zeit­sou­ve­rä­ni­tät des Ein­zel­nen." Es müs­se für Be­schäf­tig­te mög­lich sein, ih­re Ar­beits­zeit un­kom­pli­ziert an ih­re Fa­mi­li­en­si­tua­ti­on an­zu­pas­sen oder ih­nen ei­ne Fort­bil­dung zu er­mög­li­chen. "Es geht um die Fra­ge, wie der Ein­zel­ne sei­ne Ar­beits­zeit ge­stal­tet, wann er wie ar­bei­tet", sag­te der Be­zirks­chef.

Gei­ken sag­te, die Ar­beit­ge­ber rie­fen im­mer nach Fle­xi­bi­li­sie­rung, aber nur in ih­rem Sinn. "Das geht meis­tens zu­las­ten der Be­schäf­tig­ten." Um­fra­gen hät­ten ge­zeigt, dass je­der Drit­te sei­ne Ar­beits­zeit spon­tan den An­for­de­run­gen des Be­trie­bes an­pas­sen müs­se, heißt es in ei­ner Bro­schü­re der IG Me­tall zur Ar­beits­zeit.

Die An­pas­sung der Ar­beits­zei­ten an die Be­dürf­nis­se der Mit­ar­bei­ter er­for­de­re von den Un­ter­neh­men mehr Auf­wand und mehr Per­so­nal, räum­te Gei­ken ein. "Wenn man Ar­beits­ab­läu­fe so or­ga­ni­sie­ren will, dass Be­schäf­tig­te auch mal spon­tan die Schicht tau­schen kön­nen, da­mit sie ih­re Kin­der in die Ki­ta brin­gen kön­nen, braucht man mehr Mit­ar­bei­ter als Puf­fer."

Gei­ken ist seit 2011 Be­zirks­lei­ter der IG Me­tall Küs­te. Der ge­lern­te Be­triebs­schlos­ser und Di­plom-Volks­wirt ver­tritt die In­ter­es­sen von 178.500 Mit­glie­dern aus Schles­wig-Hol­stein, Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Ham­burg, Bre­men und dem nörd­li­chen Nie­der­sach­sen.

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Letzte Überarbeitung: 29. November 2016

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