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15/096a IHK-Ge­schäfts­füh­rer: Be­rufs­aus­bil­dung muss mehr Ab­itu­ri­en­ten an­zie­hen

Im­mer mehr jun­ge Leu­te ge­hen an die Unis, im­mer we­ni­ger in die Leh­re: Die Be­rufs­aus­bil­dung muss Schul­ab­gän­gern wie­der schmack­haft ge­macht wer­den, sagt IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Rich­ter. Er for­dert mehr Un­ter­stüt­zung von der Po­li­tik
Wie kann die Be­rufs­aus­bil­dung at­trak­ti­ver wer­den?

16.04.2015. (dpa) - Weil im­mer mehr Lehr­stel­len un­be­setzt blei­ben, will IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer An­dre­as Rich­ter jun­gen Leu­ten mit Ab­itur stär­ker die Vor­tei­le ei­ner Lehr­stel­le vor Au­gen zu füh­ren.

"Für vie­le jun­ge Men­schen ist ei­ne be­trieb­li­che Aus­bil­dung die bes­se­re Al­ter­na­ti­ve zum Stu­di­um", sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der IHK Re­gi­on Stutt­gart am Mitt­woch.

Jun­ge Men­schen könn­ten dem­nach oft mit ei­ner Be­rufs­aus­bil­dung ge­nau­so viel ver­die­nen wie mit ei­nem mitt­le­ren Stu­di­en­ab­schluss.

Im ver­gan­ge­nen Jahr gab es bun­des­weit rund 37 000 of­fe­ne Lehr­stel­len, in Ba­den-Würt­tem­berg wa­ren es 6000.

Die Vor­stel­lung, nur ein Hoch­schul­stu­di­um bie­te Per­spek­ti­ven, sei in­zwi­schen zu ei­nem "Wahn" ge­wor­den, sag­te Rich­ter dem Süd­west­rund­funk (SWR). "Hier muss auch die Ge­sell­schaft um­den­ken."

Auch der Lei­ter der Re­gio­nal­di­rek­ti­on der Bun­des­agen­tur für Ar­beit in Ba­den-Würt­tem­berg, Chris­ti­an Rauch, for­der­te von al­len Be­tei­lig­ten in der Be­rufs­bil­dung neue An­sät­ze. El­tern soll­ten ihm zu­fol­ge nicht nur auf das Gym­na­si­um schie­len, Ar­beit­ge­ber nicht nur auf No­ten schau­en und Schu­len ei­ne brei­te­re Aus­bil­dung an­bie­ten.

Der Nach­wuchs­man­gel in Be­trie­ben liegt nach An­sicht von Rich­ter auch dar­an, dass Haupt­schü­ler den Be­darf der Be­trie­be nicht de­cken könn­ten, da sie den ho­hen tech­ni­schen An­for­de­run­gen nicht ge­recht wür­den. Neue, zwei­jäh­ri­ge Aus­bil­dungs­jahr­gän­ge mit ge­rin­ge­rem Theo­rie­an­teil und mehr Pra­xis­be­zug könn­ten Haupt­schü­lern ihm zu­fol­ge grö­ße­re Be­rufs­chan­cen er­öff­nen.

Rich­ter for­der­te von der Po­li­tik, sie müs­se sich ver­stärkt für mehr In­for­ma­ti­on rund um die Kar­rie­re­pla­nung ein­setz­ten. Ein neu­es Un­ter­richts­fach "Wirt­schaft und Be­rufs­ori­en­tie­rung" soll im über­nächs­ten Schul­jahr in Ba­den-Würt­tem­bergs Schu­len ein­ge­führt wer­den und Schü­lern bei der Be­rufs­bil­dung hel­fen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 14. Juni 2016

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