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Kurzinfos Arbeitsrecht: Bewerbungskosten |
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von Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Berlin
Wer trägt die Kosten für Bewerbungsunterlagen?
Die Kosten für die Erstellung Ihrer Bewerbungsmappe, d.h. für Fotos, Papier, Kopien und Bescheingungen, müssen Sie als Bewerber tragen, d.h. die hierfür anfallenden Kosten - einschließlich der Portokosten für die Übermittlung der Unterlagen - können Sie nicht vom Arbeitgeber ersetzt verlangen.
Anders ist aber dann, wenn es sich um ungewöhnliche Unterlagen handelt und dafür außergewöhnlich hohe Kosten anfallen wie zum Beispiel bei einem psychologischen Eignungsgutachten. Hier muß der Arbeitgeber die Kosten tragen.
Der Arbeitgeber muß die ihm ausgehändigten Bewerbungsunterlagen sorgfältig aufbewahren und sie nach Abschluß des Bewerbungsverfahrens auf seine Kosten unbeschädigt zurückgeben bzw. zurücksenden. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Bewerbung auf seine Initiative zurückgeht, wenn also der Arbeitgeber ein Zeitungsinserat aufgesetzt oder beim Arbeitsamt angefragt hat.
Anders ist es allerdings bei einer Bewerbung, die auf Initiative des Bewerbers zurückgeht. Hier werden dem Arbeitgeber unaufgefordert Unterlagen übersandt, die er nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen nicht aufzubewahren und auch nicht auf seine Kosten zurückzusenden braucht.
Bei Initiativbewerbungen sollte man daher einen ausreichend großen Freiumschlag für die Rücksendung der Unterlagen beizufügen. Damit erhöht sich natürlich faktisch das Verlustrisiko um das Rückporto. Allerdings kann man in einem solchen Fall auch besser nachhaken, wenn die Unterlagen nicht bald zurückgeschickt werden.
Wer muß die Vorstellungskosten tragen?
Die Kosten für das Vorstellungsgespräch trägt nach allgemeiner Auffassung gemäß § 670 BGB der Arbeitgeber, wenn er einen Bewerber zur Vorstellung aufgefordert hat. Er muß dem Bewerber dann alle Aufwendungen ersetzen, die dieser den Umständen nach für erforderlich halten durfte. § 670 BGB lautet:
"§ 670 Ersatz von Aufwendungen
Macht der Beauftragte zum Zweck der Ausführung des Auftrags Aufwendungen, die er den Umständen nach für erforderlich halten darf, so ist der Auftraggeber zum Ersatz verpflichtet."
Zu den zu erstattenden Aufwendungen gehören vor allem die Fahrtkosten, falls der Bewerber mit Wissen des Arbeitgebers von einem weiter entfernt liegenden Wohnort zum Vorstellungsgespräch anreist. Bei Anfahrt mit dem Pkw kann der Bewerber seine Kosten entsprechend der steuerlichen Pauschale für die Pkw-Nutzung abrechnen.
Wo finden Sie ausführlichere Informationen?
Weiterführende Informationen zum Thema Bewerbungskosten finden Sie in unserem Online Handbuch Arbeitsrecht - Stichwort "Bewerbungskosten".
Urteile zum Thema Bewerbungskosten

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Letzte Überarbeitung: 2. Dezember 2008
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Abfindung:
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Abfindung:
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Kündigung - Kündigungsschutz:
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Betriebsbedingte Kündigung:
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Abfindung:
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