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In­sol­venz von Ne­cker­mann - wie geht es wei­ter?

Ne­cker­mann: "In­sol­vent. Na und?" Ver­di: Ne­cker­mann braucht Ru­he
Ausgestülpte leere Hosentasche mit Hand Das Frank­fur­ter Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men Ne­cker­mann geht in die Of­fen­si­ve mit sei­nen lee­ren Ta­schen
21.08.2012 (dpa) - Zur Ret­tung des in­sol­ven­ten Ver­sand­händ­lers Ne­cker­mann braucht es nach Ein­schät­zung der Ge­werk­schaft Ver­di vor al­lem Ru­he. Ge­schäfts­füh­rer Hen­ning Ko­op­mann agie­re kon­tra­pro­duk­tiv, wenn er das En­de des Un­ter­neh­mens für den Herbst be­schwö­re, falls kein In­ves­tor ge­fun­den wer­de, sag­te der Frank­fur­ter Ge­werk­schafts­se­kre­tär Wolf­gang Thur­ner am Mon­tag. Es ge­be In­ter­es­sen­ten, die in ernst­haf­ten Ver­hand­lun­gen mit dem zu­stän­di­gen In­sol­venz­ver­wal­ter Mi­cha­el Fre­ge stün­den. Es sei gut, wenn man da­zu nichts Kon­kre­tes hö­re. "Das be­deu­tet, dass was pas­siert."

In Deutsch­land ste­hen et­wa 2.400 Ar­beits­plät­ze am Haupt­sitz Frank­furt am Main und in Hei­de­loh (Sach­sen-An­halt) auf der Kip­pe.

Ne­cker­mann-Chef Ko­op­mann hat­te der "Wirt­schafts­wo­che" ge­sagt, dass es der tra­di­ti­ons­rei­che Ver­sand­händ­ler aus ei­ge­ner Kraft nicht mehr schaf­fen kön­ne. Die vor­läu­fi­ge In­sol­venz ha­be dem Un­ter­neh­men aber nur kurz­fris­tig ge­scha­det. Nach ei­nem dras­ti­schen Rück­gang der Be­stel­lun­gen um bis zu 66 Pro­zent zu Be­ginn ha­be un­ter an­de­rem die selbst­iro­ni­sche Wer­be­kam­pa­gne die Kun­den be­ru­higt. Auf der Web­site hat­te Ne­cker­mann Slo­gans ge­zeigt wie "Sie ha­ben mo­men­tan kein Geld in der Kas­se? Wir wis­sen, wie sich das an­fühlt." In­zwi­schen lä­gen die Be­stel­lun­gen nur noch rund 13 Pro­zent un­ter dem Vor­jah­res­wert.

Das Un­ter­neh­men be­stä­tig­te den Rück­zug ein­zel­ner Ver­triebs­part­ner, die zu­vor über die Ne­cker­mann-Platt­form ih­re Wa­ren ver­kauft hat­ten. Aus Furcht vor Zah­lungs­aus­fäl­len ha­ben sie Sor­ti­men­te ganz her­aus­ge­nom­men oder aus­ge­dünnt. Rund ein Fünf­tel des Um­sat­zes macht Ne­cker­mann.de über die­se für den Kun­den auf der Web­site nicht un­mit­tel­bar er­kenn­ba­ren Ver­triebs­part­ner­schaf­ten.

In dem schlin­gern­den Frank­fur­ter Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men geht es um die Zu­kunft von 2.400 Be­schäf­tig­ten. Ne­cker­mann.de ge­hört dem US-In­ves­tor Sun Ca­pi­tal, der nach lang­fris­ti­gen Ver­lus­ten nicht mehr zu wei­te­ren Zu­schüs­sen be­reit war. In­sol­venz­ver­wal­ter Fre­ge äu­ßer­te sich nicht zum Fort­gang des Ver­fah­rens.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 30. September 2016

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