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In­sol­venz­ver­wal­ter der P+S-Werf­ten in­for­miert Be­leg­schaft

P+S-Werf­ten: In­sol­venz­ver­wal­ter ver­schafft sich ei­nen Über­blick über die Si­tua­ti­on der Schiff­bau­be­trie­be
Auf­trä­ge zum Bau der Oze­an­rie­sen gibt es ge­nug - bei der Um­set­zung hakt es je­doch of­fen­bar ge­wal­tig
31.08.2012 (dpa) - Der vor­läu­fi­ge In­sol­venz­ver­wal­ter der P+S-Werf­ten, Bert­hold Brink­mann, will sich heu­te (Frei­tag) in Stral­sund und Wol­gast ei­nen ers­ten Über­blick über die Si­tua­ti­on der Schiff­bau­be­trie­be ver­schaf­fen. Am Vor­mit­tag ist ei­ne Be­leg­schafts­ver­samm­lung in Stral­sund, ge­gen Mit­tag ei­ne in Wol­gast ge­plant.

Das Amts­ge­richt hat­te am Don­ners­tag das vor­läu­fi­ge In­sol­venz­ver­fah­ren er­öff­net. Die zah­lungs­un­fä­hi­gen P+S-Werf­ten mit rund 1.800 Be­schäf­tig­ten se­hen sich mit For­de­run­gen von mehr als ei­ner hal­ben Mil­li­ar­de EUR kon­fron­tiert. Den For­de­run­gen steht zwar ein di­ckes Auf­trags­vo­lu­men ge­gen­über, das im Ju­ni 2012 von den P+S-Werf­ten noch mit ei­ner Mil­li­ar­de EUR be­zif­fert wur­de. Bei der Ab­ar­bei­tung der Auf­trä­ge hakt es al­ler­dings ge­wal­tig.

Werf­ten­ma­na­ger Rü­di­ger Fuchs muss­te am Mitt­woch ei­nen In­sol­venz­an­trag ein­rei­chen, nach­dem Kun­den und Zu­lie­fe­rer zu kei­nen fi­nan­zi­el­len Zu­ge­ständ­nis­sen be­reit wa­ren. Zu­vor hat­ten Land und Bund die staat­li­chen Ret­tungs­bei­hil­fen ge­stoppt. Fuchs hat­te an­ge­strebt, die auf den Ma­ri­ne- und Be­hör­den­schiff­bau spe­zia­li­sier­te Wol­gas­ter Pee­ne-Werft zu ver­kau­fen und die Stral­sun­der Volks­werft, auf der zwei Scand­li­nes-Fäh­ren ge­baut wer­den, wie­der "in ei­nen leist­ba­ren Tritt" zu brin­gen.

Bis­her ist of­fen, ob Brink­mann die­sen Kurs fort­set­zen wird. Die Ar­beit auf den Werf­ten in Wol­gast und Stral­sund soll­te trotz vor­läu­fi­ger In­sol­venz auch am Frei­tag fort­ge­setzt wor­den. Al­ler­dings ha­ben die lee­ren P+S-Kas­sen Aus­wir­kun­gen auf die Zu­lie­fer­in­dus­trie. Fünf Zu­lie­fer­fir­men der P+S-Werf­ten ha­ben in den ver­gan­ge­nen Ta­gen bei der Ar­beits­agen­tur in Stral­sund Kurz­ar­beit an­ge­mel­det. Be­trof­fen sei­en 86 Ar­beit­neh­mer, sag­te Agen­tur­chef Jür­gen Rad­loff. Zwei wei­te­re Fir­men kün­dig­ten zu­dem für 50 Ar­beit­neh­mer Ent­las­sun­gen an.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 30. September 2016

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