HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 19/094

Je­de zehn­te Feu­er­wehr­stel­le un­be­setzt

Ver­tre­ter der Deut­schen Feu­er­wehr-Ge­werk­schaft be­kla­gen ei­nen Man­gel an Fach­per­so­nal: Ei­ne von zehn Stel­len sei un­be­setzt

16.04.2019. (dpa/fle) - An­ge­sichts des Groß­bran­des in der Pa­ri­ser Ka­the­dra­le Not­re-Da­me ha­ben deut­sche Feu­er­wehr­ver­tre­ter auf ei­nen Man­gel an Per­so­nal hin­ge­wie­sen.

"Je­de zehn­te bis fünf­zehn­te Stel­le bei den Be­rufs­feu­er­weh­ren ist der­zeit un­be­setzt", sag­te der Spre­cher der Deut­schen Feu­er­wehr-Ge­werk­schaft, To­bi­as Thie­le, der "Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung" (FAZ).

Bei mehr als 30.000 Be­rufs­feu­er­wehr­leu­ten in Deutsch­land er­ge­be sich ei­ne Lü­cke von bis zu 3.000 Ein­satz­kräf­ten.

Zwar ge­be es bun­des­weit ge­nü­gend Be­wer­ber, "doch zu we­ni­ge brin­gen die nö­ti­gen Fä­hig­kei­ten mit", sag­te Thie­le der Zei­tung. Die Per­so­nal­eng­päs­se führ­ten da­zu, dass die vor­han­de­nen Kräf­te im­mer mehr Über­stun­den an­häuf­ten, was durch­aus zu ei­nem Si­cher­heits­ri­si­ko wer­den kön­ne. "Das zehrt an der Sub­stanz", sag­te Thie­le, der selbst der Be­rufs­feu­er­wehr Wies­ba­den an­ge­hört. Das ge­sund­heits­be­ding­te Aus­fall­ri­si­ko bei Feu­er­wehr­leu­ten sei da­her sehr hoch.

Die Be­rufs­feu­er­weh­ren be­stä­tig­ten das Pro­blem. "Es gibt kei­nen Ar­beits­markt für Feu­er­wehr­leu­te. Die Kom­mu­nen bil­den selbst aus und oft gibt es ein­fach nicht ge­nug Be­wer­ber", sag­te der Vi­ze­prä­si­dent
des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­ban­des, Karl-Heinz Knorr, der "FAZ". Dass die Feu­er­wehr­fahr­zeu­ge heu­te "rol­len­de Com­pu­ter" sei­en, ma­che die Ar­beit hoch­kom­plex. Sie er­for­de­re zu­dem gro­ße kör­per­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit und Stress­re­sis­tenz.

Mehr als 90 Pro­zent des Be­darfs wür­den, ge­ra­de auf dem Land, von Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren ab­ge­deckt: "Da gibt es gro­ße Un­ter­schie­de. Ei­ni­ge Ver­ei­ne wach­sen, an­de­re ha­ben die Un­ter­gren­ze des Ver­tret­ba­ren er­reicht."

Für Groß­brän­de wie in Pa­ris sei­en die Feu­er­weh­ren den­noch gut ge­rüs­tet. Die Not­fall­plä­ne sei­en aus­rei­chend, bei Groß­ein­sät­zen könn­ten in kur­zer Zeit Ein­satz­kräf­te aus meh­re­ren Or­ten zu­sam­men­ge­zo­gen wer­den, sag­te Feu­er­wehr-Ge­werk­schaf­ter Thie­le.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 16. April 2019

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Für Personaler, betriebliche Arbeitnehmervertretungen und andere Arbeitsrechtsprofis: "Update Arbeitsrecht" bringt Sie regelmäßig auf den neusten Stand der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung. Informationen zu den Abo-Bedingungen und ein kostenloses Ansichtsexemplar finden Sie hier:

Alle vierzehn Tage alles Wichtige
verständlich / aktuell / praxisnah

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2019:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de