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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/002

Job-Boom treibt Er­werbs­tä­ti­gen­zahl auf Re­kord - Vie­le freie Stel­len

Der deut­sche Ar­beits­markt zeigt sich ro­bust: Die Zahl der Er­werbs­tä­ti­gen klet­tert seit Jah­ren und er­reicht 2016 Re­kord­ni­veau. Die Aus­sich­ten sind nach Ein­schät­zung von Ex­per­ten gut - den­noch könn­te die Zahl der Ar­beits­lo­sen stei­gen
Gruppe von Arbeitnehmern, Ärztin, Architekt In wel­chem Be­reich ent­stan­den zu­sätz­li­che Jobs?

03.01.2017. (dpa) - In Deutsch­land ha­ben so vie­le Men­schen Ar­beit wie nie seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung 1990: Die Re­kord­zahl von 43,5 Mil­lio­nen Er­werbs­tä­ti­gen mit Ar­beits­ort in der Bun­des­re­pu­blik er­mit­tel­te des Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt im Durch­schnitt des ver­gan­ge­nen Jah­res.

Das wa­ren 429.000 oder ein Pro­zent mehr als ein Jahr zu­vor.

Die Zahl der in­län­di­schen Er­werbs­tä­ti­gen stieg nach An­ga­ben der Wies­ba­de­ner Be­hör­de vom Mon­tag im Ver­gleich zum Vor­jahr um 425.000 oder ein Pro­zent auf gut 43,4 Mil­lio­nen.

Wäh­rend die Zahl der Selbst­stän­di­gen um 28.000 auf gut 4,3 Mil­lio­nen sank, gab es bei den Ar­beit­neh­mern mit Wohn­ort in Deutsch­land ein Plus von 453.000 auf et­wa 39,1 Mil­lio­nen.

Da­bei ging es bei so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten er­neut nach oben, wäh­rend ge­ring­fü­gi­ge Be­schäf­ti­gung im Trend der ver­gan­ge­nen Jah­re wei­ter ab­nahm.

Ins­ge­samt setz­te sich der seit mehr als zehn Jah­ren an­hal­ten­de Auf­wärts­trend fort. Der Zu­wachs 2016 fiel nach vor­läu­fi­gen Be­rech­nun­gen der Sta­tis­ti­ker so­gar noch et­was grö­ßer aus als ein Jahr zu­vor: 2015 hat­te die Zahl der Er­werbs­tä­ti­gen mit Wohn­ort in Deutsch­land um 377.000 oder 0,9 Pro­zent zu­ge­legt.

Zu­sätz­li­che Jobs ent­stan­den im ver­gan­ge­nen Jahr vor al­lem in Dienst­leis­tungs­be­ru­fen (plus 426.000 Er­werbs­tä­ti­ge). Den größ­ten ab­so­lu­ten An­teil dar­an hat­ten Be­rei­che wie Er­zie­hung und Ge­sund­heit (plus 200.000). Auch in Han­del und Gast­ge­wer­be (plus 105.000) ging es nach oben.

Im pro­du­zie­ren­den Ge­wer­be (oh­ne Bau­ge­wer­be) hin­ge­gen sta­gnier­te die Zahl der Er­werbs­tä­ti­gen auf dem Ni­veau von 2015. We­ni­ger Er­werbs­tä­ti­ge als ein Jahr zu­vor wur­den 2016 in der Land- und Forst­wirt­schaft so­wie in der Fi­sche­rei ge­zählt (mi­nus 17.000).

Der deut­sche Ar­beits­markt zeigt sich dank sta­bi­ler Kon­junk­tur seit Mo­na­ten in bes­ter Ver­fas­sung. Dar­auf deu­tet nicht zu­letzt die enorm gro­ße Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten hin. Nach An­ga­ben der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) vom Mon­tag gab es im De­zem­ber 2016 so vie­le freie Jobs wie nie zu­vor. Mit 227 Punk­ten lag der BA-Stel­len­in­dex BA-X im De­zem­ber vier Punk­te über dem bis­he­ri­gen Höchst­wert.

In Deutsch­land blei­ben nach Ein­schät­zung von Volks­wir­ten deut­scher Groß­ban­ken Ar­beits­plät­ze auch 2017 si­cher; al­ler­dings dürf­te die wach­sen­de Zahl der Flücht­lin­ge dem Job­auf­schwung ei­nen leich­ten Dämp­fer ver­pas­sen. Nach ih­rer Pro­gno­se dürf­te die Zahl der Job­su­cher im Jah­res­durch­schnitt 2017 zwi­schen 30.000 und 100.000 über dem vor­aus­sicht­li­chen Ni­veau von 2016 lie­gen und da­mit auf 2,73 bis 2,8 Mil­lio­nen stei­gen.

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Letzte Überarbeitung: 14. Februar 2018

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