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14/369a Jobs bei Koh­le und Kraft­wer­ken: Ge­werk­schaft will Si­cher­heit

Ge­werk­schaf­ter se­hen Tau­sen­de Jobs im deut­schen Braun­koh­le-Ta­ge­bau und in den Koh­le­kraft­wer­ken ge­fähr­det: Still­le­gungs­plä­ne von Um­welt­mi­nis­te­rin Hend­ricks sind für sie ein ro­tes Tuch
Baustelle mit Kran und Lastern Wie kön­nen die Jobs ge­si­chert wer­den?

04.11.2014. (dpa) - Die Ge­werk­schaft IG BCE for­dert wei­te­re Kor­rek­tu­ren bei der En­er­gie­wen­de, um Zehn­tau­sen­de Jobs in kon­ven­tio­nel­len Kraft­wer­ken und en­er­gie­in­ten­si­ven Be­trie­ben zu er­hal­ten.

"Wir sind es leid, wie leicht­fer­tig und ver­ant­wor­tungs­los Ar­beits­plät­ze in un­se­ren In­dus­tri­en un­nö­tig und aus po­li­ti­scher Ver­bohrt­heit in Ge­fahr ge­bracht wer­den", sag­te IG-BCE-Chef Mi­cha­el Vas­si­lia­dis am Mon­tag bei ei­ner Kund­ge­bung in Le­ver­ku­sen.

"Wir er­war­ten Sta­bi­li­tät für die Koh­le und Si­cher­heit für In­ves­ti­tio­nen in Ta­ge­baue und Kraft­wer­ke." Des­halb wer­de man ei­ne Un­ter­schrif­ten­ak­ti­on "für be­zahl­ba­ren Strom und gu­te Ar­beits­plät­ze" star­ten. Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Hend­ricks (SPD) hat­te auf ei­ne Still­le­gung al­ter Koh­le­kraft­wer­ke in Deutsch­land ge­pocht, um die Ab­bau­zie­le bei kli­ma­schäd­li­chen CO2-Emis­sio­nen zu er­rei­chen.

"Wir wer­den Koh­le­kraft­werks­ka­pa­zi­tä­ten ab­bau­en müs­sen", sag­te Hend­ricks in Ber­lin. "Es ist un­zu­mut­bar, wei­te­re Kraft­wer­ke still­le­gen zu wol­len - oh­ne ei­ne über­zeu­gen­de Ant­wort zu ge­ben, was das für Aus­wir­kun­gen auf Ar­beits­plät­ze, En­er­gie­prei­se und Ver­sor­gungs­si­cher­heit hät­te", hielt Vas­si­lia­dis da­ge­gen. "Das ist kein lang­fris­ti­ger, ge­ord­ne­ter und ak­zep­ta­bel ge­stal­te­ter Struk­tur­wan­del, das ist ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus wirt­schaft­li­chem Wild­west und po­li­ti­schem Cha­os."

In der kon­ven­tio­nel­len Strom­er­zeu­gung ar­bei­ten nach Schät­zun­gen bun­des­weit rund 60 000 Men­schen. Tau­sen­de die­ser Jobs sind nach Über­zeu­gung der Ge­werk­schaft be­droht. Durch den kräf­ti­gen Aus­bau und die För­de­rung der er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en ist Strom aus Koh­le und Gas stark un­ter Druck ge­ra­ten, rund zwei Drit­tel der An­la­gen sol­len der­zeit kein Geld mehr ver­die­nen. Al­ler­dings wur­den bei der Re­form des Er­neu­er­ba­re-En­er­gi­en-Ge­set­zes (EEG) in die­sem Jahr auch die För­de­rung des Öko­stroms ab­ge­bremst und fes­te Aus­bau­zie­le be­schlos­sen.

Die IG BCE ver­lan­ge ei­ne "an­ge­mes­sen ho­no­rier­te Re­ser­ve an Kraft­werks­leis­tung" für die Zei­ten oh­ne Wind- und Son­nen­strom, sag­te Vas­si­lia­dis. Wenn Kraft­wer­ke kurz­fris­tig und kurz­sich­tig vom Netz ge­nom­men wür­den, wer­de die En­er­gie noch teu­rer - und es wür­den Ar­beits­plät­ze ei­ner ver­fehl­ten Kli­ma­schutz­lo­gik ge­op­fert.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. April 2016

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