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Jung­leh­rer oh­ne Plan­stel­le: Ge­werk­schaf­ten für Re­form des Stu­di­ums

Der Be­darf an Leh­rern schwankt über die Jah­re, auch von Schul­art zu Schul­art: Wer sich für den Leh­rer­be­ruf ent­schei­det, kann am En­de sei­ner Aus­bil­dung ei­ne bö­se Über­ra­schung er­le­ben.
Wie kann das Lehr­amtstu­di­um re­for­miert wer­den?

09.08.2016. (dpa) - An­ge­sichts der ge­rin­gen Ein­stel­lungs­chan­cen für Gym­na­si­al - und Re­al­schul­leh­rer for­dern die Ge­werk­schaf­ten ei­ne Re­form des Lehr­amts­stu­di­ums.

"Wir ha­ben die­ses Jahr wie­der ein Über­an­ge­bot an Be­wer­bern bei den Gym­na­si­en und Re­al­schu­len, gleich­zei­tig herrscht et­wa bei den Mit­tel­schu­len Angst vor Leh­rer­man­gel", sag­te die Prä­si­den­tin des Baye­ri­schen Leh­rer­ver­bands (BLLV), Si­mo­ne Fleisch­mann, der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Die­ses Pro­blem könn­te ins­be­son­de­re über ei­ne Fle­xi­bi­li­sie­rung des Stu­di­ums be­ho­ben wer­den.

Dem Vor­schlag zu­fol­ge wür­den al­le Lehr­amts­stu­den­ten ein ge­mein­sa­mes Grund­stu­di­um auf­neh­men und sich erst im wei­te­ren Stu­di­en­ver­lauf auf ei­ne Schul­art spe­zia­li­sie­ren. So­mit könn­ten Stu­den­ten ih­re Schul­wahl stär­ker auf den tat­säch­li­chen Be­darf aus­rich­ten und müss­ten sich nicht auf lang­jäh­ri­ge Pro­gno­sen ver­las­sen. Auch Bern­hard Baud­ler von der Bil­dungs­ge­werk­schaft GEW for­dert ein fle­xi­ble­res Stu­di­en­mo­dell. Er schlägt ei­ne Aus­bil­dung nach Al­ters­stu­fen statt nach Schul­art vor.

Ein Spre­cher des Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums sag­te da­zu: "Wir ha­ben ein dif­fe­ren­zier­tes Schul­sys­tem, wel­ches auf die Be­ga­bung und In­ter­es­sen der Schü­ler ein­geht". Die Un­ter­schie­de zwi­schen Gym­na­si­al- und Mit­tel­schul­leh­rern sei­en groß, des­we­gen müss­te auch die Aus­bil­dung schul­art­spe­zi­fisch ge­stal­tet wer­den.

Die Ein­stel­lungs­si­tua­ti­on für jun­ge Gym­na­si­al – und Re­al­schul­leh­rer ist laut Bern­hard Baud­ler schon seit ei­ni­gen Jah­ren pre­kär. Im ver­gan­ge­nen Jahr et­wa er­hiel­ten le­dig­lich 76 von knapp 2.400 Be­wer­bern für das Re­al­schul­lehr­amt ein Ein­stel­lungs­an­ge­bot. Das ist ei­ne Quo­te von cir­ca drei Pro­zent. Für Sep­tem­ber will der Frei­staat Bay­ern so­wohl für das Gym­na­si­um als auch die Re­al­schu­le rund 250 Plan­stel­len schaf­fen. Um die Si­tua­ti­on für die Be­trof­fe­nen zu ent­schär­fen, bie­tet das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um seit ver­gan­ge­nem Jahr auch die Mög­lich­keit zu ei­ner Um­schu­lung auf Mit­tel­schul­lehr­amt an.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. Oktober 2016

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