HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/076

Kar­stadt-Ta­rif­ver­hand­lun­gen oh­ne greif­ba­res Er­geb­nis ver­tagt

Stand­ort- und Be­schäf­ti­gungs­ga­ran­ti­en - ja oder nein? Die Ta­rif­ver­hand­lun­gen bei Kar­stadt sind schwie­rig: Die Ge­werk­schaft Ver­di er­war­tet noch "ein har­tes Stück Ar­beit"
Was wird aus Kar­stadt?

07.03.2014. (dpa) - Die fünf­te Run­de der Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die rund 20 000 Be­schäf­tig­ten des kri­seln­den Wa­ren­haus­kon­zerns Kar­stadt ist am Don­ners­tag oh­ne greif­ba­res Er­geb­nis zu En­de ge­gan­gen.

Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Rü­di­ger Wolff sag­te nach dem Ab­schluss der Ge­sprä­che bei Han­no­ver: "Das ist ein har­tes Stück Ar­beit, das da noch vor uns liegt."

Auch der Ar­beits­di­rek­tor der Kar­stadt Wa­ren­haus GmbH, Kai-Uwe Weitz, be­ton­te, es ge­be noch "ei­ni­ge Hür­den" zu über­win­den.

Je­doch ist of­fen­bar ein we­nig Be­we­gung in die Ge­sprä­che ge­kom­men. Ar­no Peu­kes von Ver­di sag­te: "Man kommt Stück für Stück wei­ter, aber es fehlt noch viel." Die Ge­werk­schaft for­dert nach wie vor Stand­ort- und Be­schäf­ti­gungs­ga­ran­ti­en für die Mit­ar­bei­ter der 83 Kar­stadt-Wa­ren­häu­ser so­wie die Rück­kehr der Wa­ren­haus­ket­te in die Ta­rif­bin­dung.

Kar­stadt-Ar­beits­di­rek­tor Weitz hob her­vor, das Un­ter­neh­men kön­ne nur Ver­ein­ba­run­gen ein­ge­hen, die für die wirt­schaft­li­che Ge­sun­dung trag­bar und sinn­voll sei­en. "Das be­deu­tet auch, dass wir aus­rei­chend fle­xi­bel blei­ben müs­sen, um prag­ma­ti­sche un­ter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dun­gen tref­fen zu kön­nen", er­klär­te er. Vor ei­ni­gen Wo­chen hat­te Kar­stadt-Auf­sichts­rats­chef Ste­phan Fan­derl an­ge­kün­digt, al­le 83 Stand­or­te auf den Prüf­stand stel­len zu wol­len. Das Un­ter­neh­men schreibt nach sei­nen An­ga­ben ro­te Zah­len.

Al­le Sa­nie­rungs­be­mü­hun­gen ha­ben bis­lang wohl nur be­schei­de­ne Er­fol­ge er­zielt. Der Ei­gen­tü­mer der Wa­ren­haus­ket­te, Ni­co­las Berg­gru­en, sag­te erst kürz­lich in ei­nem In­ter­view der "Süd­deut­schen Zei­tung": "Die Häu­ser, die wir sa­niert ha­ben, funk­tio­nie­ren nicht bes­ser als die Häu­ser, die wir nicht sa­niert ha­ben."

Die Ver­hand­lun­gen sol­len zü­gig fort­ge­setzt wer­den. Ein ge­nau­er Ter­min da­für wer­de in Kür­ze fest­ge­legt, teil­te Ver­di mit.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. April 2015

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de