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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/227

Wei­ter mas­si­ve Kri­tik ge­gen das Be­treu­ungs­geld

OECD kri­ti­siert Be­treu­ungs­geld
Wer­den die Schlös­ser und Bur­gen zu Hau­se grö­ßer?

11.06.2012 (dpa) - Ei­ne Stu­die der Or­ga­ni­sa­ti­on für wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­ar­beit (OECD) kri­ti­siert nach ei­nem Be­richt der Ta­ges­zei­tung "Die Welt" das in Deutsch­land ge­plan­te Be­treu­ungs­geld.

Das Be­treu­ungs­geld kön­ne nicht nur die Be­schäf­ti­gungs­quo­te von Frau­en schwä­chen, son­dern sich dar­über hin­aus ne­ga­tiv auf die In­te­gra­ti­on von Zu­wan­de­rern aus­wir­ken, schreibt das Blatt un­ter Be­ru­fung auf die Er­geb­nis­se der Stu­die. Sie wird am heu­ti­gen Mon­tag in Pa­ris ver­öf­fent­licht und lag der "Welt" vor­ab vor.

Be­son­ders Frau­en aus Zu­wan­de­rer­fa­mi­li­en mit so­zi­al schwa­chem Hin­ter­grund ten­dier­ten da­zu, Geld vom Staat an­zu­neh­men und ih­re Kin­der zu Hau­se zu ver­sor­gen, statt ei­ne Ar­beits­stel­le und Be­treu­ung zu su­chen. So sei in Nor­we­gen die Quo­te der am Ar­beits­markt be­tei­lig­ten Zu­wan­de­rin­nen in der Fol­ge des Be­treu­ungs­gelds um 15 Pro­zent ge­sun­ken. "Sub­ven­tio­nen, die El­tern ge­zahlt wer­den, de­ren Kin­der nicht in ei­nen Kin­der­gar­ten ge­hen, kön­nen sich auf die Ar­beits­markt­be­tei­li­gung von Zu­wan­de­rer­frau­en höchst nach­tei­lig aus­wir­ken. Dies gilt be­son­ders für ge­ring aus­ge­bil­de­te Frau­en mit meh­re­ren Kin­dern, die in Län­dern mit ho­hen Be­treu­ungs­kos­ten le­ben", hei­ße es in der Stu­die "Jobs for Im­mi­grants", die Zah­len aus Nor­we­gen, Ös­ter­reich und der Schweiz aus­wer­tet.

Aber nicht nur in Be­zug auf die Be­tei­li­gung von Frau­en am Ar­beits­markt, son­dern ganz ge­ne­rell kön­ne sich das Be­treu­ungs­geld ne­ga­tiv auf die In­te­gra­ti­on von Zu­wan­de­rern aus­wir­ken: "Die In­te­gra­ti­on von Zu­wan­der­er­müt­tern in den Ar­beits­markt - be­son­ders je­ne mit ge­rin­ger Aus­bil­dung - ist di­rekt ver­bun­den mit der Bil­dung ih­rer Kin­der. Es gibt zu­neh­mend kla­re Be­le­ge da­für, dass die Teil­nah­me an kind­li­cher Bil­dung für ab Drei­jäh­ri­ge ei­nen star­ken Ein­fluss auf den Bil­dungs­wer­de­gang von Kin­dern aus so­zi­al schwa­chen Zu­wan­de­rer­fa­mi­li­en hat. Nach­weis­lich pro­fi­tiert die­se Grup­pe am meis­ten von den Bil­dungs­an­ge­bo­ten."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 9. Dezember 2015

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