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ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/008

Leh­rer­streiks in Ber­lin an­ge­kün­digt - noch oh­ne Ter­min

Es mu­tet an wie ein Déjà-Vu: Die GEW will auch 2016 in Ber­lin zu Leh­rer­streiks auf­ru­fen. Die For­de­rung ist die­sel­be wie in frü­he­ren Ar­beits­kämp­fen. Der Se­nat sieht sich nicht zu­stän­dig
Streik sechs Streikende Was for­dert die GEW?

07.01.2016. (dpa) - Leh­rer­streiks könn­ten in den kom­men­den Wo­chen an Ber­li­ner Schu­len für Un­ter­richts­aus­fäl­le sor­gen.

"Wir wer­den dem­nächst Ar­beits­kämp­fe füh­ren", sag­te GEW-Vor­stands­mit­glied Udo Mer­tens am Mitt­woch.

Ein Da­tum nann­te er nicht.

Die Ent­schei­dung dar­über fal­le in den kom­men­den Ta­gen.

Ge­sprä­che mit Fi­nanz­se­na­tor Mat­thi­as Kol­latz-Ah­nen (SPD) sei­en ge­schei­tert.

Mit ih­ren meh­re­ren Tau­send Mit­glie­dern kön­ne die Ge­werk­schaft viel Druck auf­bau­en, droh­te er.

Im Kern for­dert die GEW seit Jah­ren ei­ne ein­heit­li­che Be­zah­lung an­ge­stell­ter und ver­be­am­te­ter Leh­rer. Bis­lang ver­dien­ten an­ge­stell­te Leh­rer im Schnitt meh­re­re Hun­dert Eu­ro we­ni­ger pro Mo­nat, so Mer­tens - trotz der Zu­schlä­ge, die das Land Ber­lin für sie aus­ge­han­delt ha­be. "Wir er­war­ten, dass die Ar­beit der an­ge­stell­ten Lehr­kräf­te in Ber­lin end­lich mit Re­spekt ge­wür­digt wird", sag­te GEW-Vor­sit­zen­de Do­re­en Sie­ber­nik.

Nach An­ga­ben ei­nes GEW-Spre­chers sind der­zeit be­reits et­wa die Hälf­te der rund 30.000 Leh­rer an­ge­stellt. Seit 2003 ver­be­am­tet das Land Ber­lin sei­ne Lehr­kräf­te nicht mehr.

Mit den an­ge­kün­dig­ten Streiks will die Ge­werk­schaft ei­nen ei­ge­nen Ber­li­ner Ta­rif­ver­trag durch­set­zen. Die im März 2015 auf Bun­des­ebe­ne be­schlos­se­ne Ent­gelt­ver­ord­nung sei "ein Rie­sen­mons­ter, ein Werk, das die Ver­wal­tung bis heu­te nicht in der La­ge ist, zu ver­ste­hen", kri­ti­sier­te Mer­tens.

Noch am Vor­tag hat­te die GEW die Hoff­nung ge­äu­ßert, "dass es zu kon­struk­ti­ven Ge­sprä­chen mit dem Se­nat kommt". In die­sem Fall sei­en Streiks "so­fort vom Tisch". Ein Spre­cher der Fi­nanz­ver­wal­tung aber sag­te, Ta­rif­ver­hand­lun­gen könn­ten auf Lan­des­ebe­ne nicht ge­führt wer­den. Ei­ne Lö­sung müss­ten die Bun­des­ge­werk­schaf­ten mit der Ta­rif­ge­mein­schaft der Län­der fin­den, zu der Ber­lin seit 2013 ge­hört. Das­sel­be Ar­gu­ment hat­te der Se­nat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren be­reits mehr­fach an­ge­führt. Auch da­mals hat­ten die an­ge­stell­ten Leh­rer ge­streikt - oh­ne je­doch ih­re For­de­rung nach Ta­rif­ver­hand­lun­gen mit dem Se­nat durch­set­zen zu kön­nen.

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Letzte Überarbeitung: 1. September 2016

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