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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/258

Leih­ar­beit in Pfle­ge­be­ru­fen nimmt zu

400 Pro­zent mehr Leih­ar­beit in der Pfle­ge
Leih­ar­beit in Pfle­ge­be­ru­fen - glei­che Ar­beit, we­ni­ger Lohn
05.07.2012 (dpa) - In Al­ten­hei­men und Kran­ken­häu­sern wer­den im­mer mehr Leih­ar­bei­ter ein­ge­setzt. Das zei­gen neue Zah­len der Bun­des­agen­tur für Ar­beit, die der "Süd­deut­schen Zei­tung" vor­lie­gen.

Dem­nach hat sich die An­zahl der ver­lie­he­nen Pfle­ge­kräf­te von 2005 bis 2011 um mehr als 400 Pro­zent auf et­wa 16.350 er­höht. Ihr Durch­schnitts­lohn lag bei et­wa 1.600 EUR brut­to im Mo­nat, wie aus der Ant­wort der Be­hör­de auf ei­ne An­fra­ge der lin­ken Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Sa­bi­ne Zim­mer­mann her­vor­geht. Der Durch­schnitts­ver­dienst für re­gu­lä­re Mit­ar­bei­ter im Ge­sund­heits- und So­zi­al­we­sen ha­be En­de 2010 da­ge­gen 2.456 EUR brut­to be­tra­gen.

Zim­mer­mann kri­ti­sier­te, Tei­le der Ge­sund­heits- und Pfle­ge­bran­che sä­hen das Per­so­nal "aus­schließ­lich als be­las­ten­den Kos­ten­fak­tor, den es mög­lichst klein zu hal­ten gilt". Die ei­gent­li­chen Ver­lie­rer sei­en da­bei Pa­ti­en­ten und be­treu­te Men­schen.

Die Bun­des­agen­tur merk­te da­ge­gen auf An­fra­ge der Zei­tung an, dass Leih­ar­beit in der Pfle­ge an­ge­sichts von knapp 2,8 Mil­lio­nen so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten im Ge­sund­heits­be­reich "bis­lang qua­li­ta­tiv eher ge­ring aus­ge­prägt" sei. Sie wer­de aber in Zei­ten von Fach­kräf­te­man­gel zu­neh­men.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 27. November 2014

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