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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/114

Leih­ar­bei­ter beim Ein­kom­men deut­lich un­ter dem Durch­schnitt

Leih­ar­bei­ter ver­die­nen im Schnitt 42 Pro­zent we­ni­ger
Leiharbeit, Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung

11.05.2018. (dpa/eis) - Leih­ar­beit­neh­mer lie­gen beim Ein­kom­men weit un­ter dem Durch­schnitt.

Ihr Ein­kom­men be­trug bei ei­ner Voll­zeit­stel­le En­de 2016 im Mit­tel 1816 Eu­ro brut­to im Mo­nat – ge­gen­über 3133 Eu­ro für Voll­zeit­be­schäf­tig­te al­le Bran­chen über­grei­fend.

Das sag­te die Lin­ke-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Sa­bi­ne Zim­mer­mann der dpa un­ter Be­ru­fung auf Sta­tis­ti­ken der Bun­des­agen­tur für Ar­beit.

Ins­ge­samt sind es 42 Pro­zent we­ni­ger.

Au­ßer­dem müs­sen mehr Leih­ar­beits­kräf­te mit staat­li­cher Hil­fe auf­sto­cken, weil sie we­nig ver­die­nen.

Folg­lich ist der An­teil der so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten, die zu­sätz­lich Hartz-IV-Leis­tun­gen be­zie­hen, in der Leih­ar­beit eben­falls über­durch­schnitt­lich hoch.

Im Ju­ni 2017 be­zo­gen 2 Pro­zent der Be­schäf­tig­te über al­le Bran­chen hin­weg Ar­beits­lo­sen­geld II, bei Leih­ar­beit lag die­ser An­teil bei 5 Pro­zent.

Zu­sam­men­fas­send be­traf dies in der Leih­ar­beit 41.638 so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­te. Der Groß­teil die­ser Kräf­te, die er­gän­zend Hartz-IV-Leis­tun­gen be­zo­gen, war in Voll­zeit be­schäf­tigt: näm­lich 71 Pro­zent.

Die Leih­ar­beit war und ist der Mo­tor der Nied­rig­lohn­be­schäf­ti­gung in Deutsch­land“, er­läu­tert Zim­mer­mann. „Ein Sprung­brett in ein nor­ma­les Ar­beits­ver­hält­nis ist sie nur für we­ni­ge, für die meis­ten be­deu­tet Leih­ar­beit: dau­er­haft Nied­rig­löh­ne, schlech­te Ar­beits­be­din­gun­gen und Be­schäf­tig­te zwei­ter Klas­se zu sein“, so die ar­beits­markt­po­li­ti­sche Spre­che­rin ih­rer Frak­ti­on. Zim­mer­mann for­der­te die Ab­schaf­fung „der sys­te­ma­ti­schen Nied­rig­lohn­be­schäf­ti­gung in Form der Leih­ar­beit“.


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Letzte Überarbeitung: 8. Oktober 2018

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