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Lohn­er­hö­hung für Flug­be­glei­ter der Luft­han­sa

UFO und Ver.di stel­len ge­mein­sa­me Ta­rif­for­de­rung: 6,1 Pro­zent mehr Lohn
Be­kom­men sie künf­tig mehr Geld?
21.12.2011. Frank­furt/Main (dpa) - An­ge­sichts des ver­schärf­ten Spar­kur­ses bei der Luft­han­sa bün­deln die Ge­werk­schaf­ten Ufo ("Un­ab­hän­gi­ge Flug­be­glei­ter Or­ga­ni­sa­ti­on e.V.") und ver.di ih­re Kräf­te. Für die Flug­be­glei­ter von Eu­ro­pas größ­ter Flug­ge­sell­schaft for­dern die lan­ge Zeit zer­strit­te­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen ei­ne Ge­halts­er­hö­hung um 6,1 Pro­zent, wie sie am Mitt­woch in Frank­furt mit­teil­ten.

Die im kom­men­den Jahr an­ste­hen­de Ge­halts­run­de wol­len sie als Ta­rif­ge­mein­schaft be­strei­ten. Das Bünd­nis sei "ein ers­ter wich­ti­ger Schritt, um die Stra­te­gie des Tei­lens und Herr­schens des Luft­han­sa-Kon­zerns ins Lee­re lau­fen zu las­sen", schrie­ben die Ge­werk­schaf­ten.

Luft­han­sa-Chef Chris­toph Franz hat­te die Mit­ar­bei­ter am ver­gan­ge­nen Frei­tag auf ein neu­es Spar­pro­gramm vor­be­rei­tet. Ei­nem Be­richt des Han­dels­blat­tes (Mitt­woch) zu­fol­ge will der Vor­stand die Kos­ten da­mit um bis zu 1,5 Mil­li­ar­den Eu­ro im Jahr drü­cken. Ein Un­ter­neh­mens­spre­cher woll­te auf An­fra­ge die Zahl nicht be­stä­ti­gen. Die ge­nau­en Maß­nah­men stün­den noch nicht fest. Kon­zern­chef Chris­toph Franz hat­te in der ver­gan­ge­nen Wo­che an­ge­sichts sin­ken­der Ge­win­ne das zu­sätz­li­che Spar­pro­gramm in der Mit­ar­bei­ter­zei­tung "Luft­han­se­at" an­ge­kün­digt.

Zwei Ma­na­ger sol­len laut Zei­tung nun De­tails aus­ar­bei­ten, die dann vor­aus­sicht­lich im März der Be­leg­schaft prä­sen­tiert wer­den. Das er­neu­te Spar­pa­ket soll zu­sätz­lich zu den be­reits eta­blier­ten Ein­spa­run­gen et­wa durch das Pro­gramm "Climb 2011" um­ge­setzt wer­den. Schon das galt mit sei­nem Spar­ziel von ei­ner Mil­li­ar­de Eu­ro als ehr­gei­zig und war nur mit har­ten Ein­schnit­ten zu er­rei­chen. So wur­den et­wa die 50-Sit­zer aus­ge­mus­tert.

"Nun er­neut 1,5 Mil­li­ar­den Eu­ro zu spa­ren wird kaum ge­hen, oh­ne dass man auch an hei­li­ge Kü­he wie Ta­rif­ver­trä­ge geht", zi­tier­te die Zei­tung ei­nen In­si­der. Ein­schnit­te et­wa beim Per­so­nal gel­ten als schwer durch­setz­bar, da Streiks in der Luft­fahrt schnell gra­vie­ren­de Fol­gen ha­ben.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 19. Dezember 2013

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